Zeitumstellung – was für ein Drama

Alle 6 Monate stellen wir unsere Uhren um und nächste Woche ist es wieder so weit! Wir stellen von Sommer- auf Winterzeit und „gewinnen“ dabei eine ganze Stunde. Eine Stunde länger schlafen… Super oder? 

Ich warte schon darauf, dass in den Medien am Wochenende wieder darüber diskutiert wird, ob man das abschaffen soll, andere Länder hätten das auch nicht, oder nicht mehr. Obwohl das Thema bei der Umstellung in diese Richtung wahrscheinlich nicht ganz so viel Aufmerksamkeit bekommt wie im März, wo wir ja eine Stunde „verlieren“. Alle beschweren sich dann eine ganze Woche lang darüber, wie müde sie sind und wie blöd diese Zeitumstellerei doch sei! 

Mich juckt das Thema seit knapp 5 Jahren nicht mehr! Im Moment sitze ich zum Beispiel in New York beim Frühstück, es ist 10 Uhr. Bei Stephie zuhause ist es aber 16 Uhr und sie frühstückt nicht! Sie hat sogar schon zu Mittag gegessen und wahrscheinlich schon einen Tee und ein Croissant am Nachmittag getrunken. Wenn ich morgen wieder heim komme, dann leben wir wieder in der selben Zeit, stehen zusammen auf, essen zusammen und gehen zusammen ins Bett! Ich mache also innerhalb von 3 Tagen 2 Mal eine Umstellung der Zeit mit und bei mir geht es nicht um eine, sondern um sechs Stunden! 

Ist es wirklich so schlimm, dass wir das zwei Mal im Jahr machen müssen? Ich finde nicht! 

Aber Achtung: jetzt lest euch mal durch, was ich gerade in der Frankurter Neuen Presse gelesen habe…

Das Baby rechtzeitig auf die Zeitumstellung vorbereiten! Am besten eine Woche vorher beginnen! Äh… warum? 

Der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Schlafmedizin empfiehlt, die Aufsteh-, Essens- und Bettgehzeiten bereits eine Woche vorher langsam anzupassen! Bei Babys immer 10 Minuten später, jeden Tag! Damit es nächsten Sonntag nicht so einen Schock bekommt, weil es nicht dann essen bekommt, wenn es Hunger hat, sondern erst, wenn die Turmuhr 1 schlägt – auch wenn das bedeutet, dass das Kind eine Stunde lang hungern muss! Also ich weiß ja nicht wie das bei euch ist, aber Gwendolyn schläft nicht um Punkt 20:01 Uhr ein und isst nicht jeden Tag um Punkt 12 ihre 273g Babybrei… 

Ich finde die Idee total verrückt, Babys darauf vorzubereiten! Ok, wenn es einen ganz festen Rhythmus gibt und Kleinkinder pünktlich um 8 aufstehen müssen, weil der Kindergarten beginnt, oder Schulkinder eben in die Schule müssen, dann verstehe ich das. 

Was meint ihr dazu? Wie werdet ihr das handhaben?  

5 Gedanken zu “Zeitumstellung – was für ein Drama

  1. Hi, also ich finde den Artikel auch etwas lustig. Unsere Tochter ist drei Monate und hat ja noch gar keinen so festen Rhythmus. (Gerade, weil er schreibt, dass es für Babys in den ersten 6Monaten am schlimmsten ist) Mal schläft sie früher und mal erst später. Mal schläft sie nachts 7 Stunden und dann wieder 9 Stunden. Ich bin mal gespannt, aber ich glaube nicht dass sie die Zeitumstellung großartig interessieren wird. LG

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  2. Unsere Kinder sind jetzt 4 & 6, und bisher waren sie durch die zeitumstellung unausgeglichen. Aber nach drei Tagen war das vorbei. Es soll schlafen, wer müde ist, wer Hunger hat, bekommt zu essen, fertig 😉

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  3. Ohne besondere Vorbereitung!
    Wir essen und schlafen selten zu einer bestimmten Zeit,mal beginnt der tag um 7,dann gibts um 12 Mittag.mal erst um 10,dann essen wir um 15 Uhr.meine Tochter ist 2.5 sie schläft zwar durch,aber geht mit mir ins Bett und das kann schon mal später werden von daher geht so ne Stunde hin oder her uns nicht nah….aber wer weiss wie die Autorin so ihren Alltag mit Kind gestaltet.

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  4. Aha zu genial. Selbstverständlich schläft unser Kind jeden Tag um exakt die gleiche Zeit ein… und wo kämen wir hin wenn ich ihm das Essen nicht zu seiner gewohnten Zeit verabreichen würde??? So geht das doch nicht. Manchmal glaube ich so Zeitungsfuzzis sind ein bisschen arg weit von der Realität weg, naja wenn die mal Kinder haben erinnern sie sich evtl an ihren Artikel und können dann herzlich darüber lachen. So wie wir jetzt *g. Aber mal ganz im Ernst in meiner Schulzeit habe ich mich auf die Zeitumstellung fast gefreut. Im Herbst läutet sie nämlich einfach die dunkle Jahreszeit ein und ich mag dieses Mystische, magische Feeling wenns in der Früh noch ganz dunkel ist 😉 Jetzt bereitet wir uns auch nicht besonders darauf vor. den Tagesrhytmus gibt eh der Kleine vor und danach richte ich mich so gut es geht.

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