Wie Gwenny zum ersten Mal ihre Tagesmutter trifft… 

Ich hatte da mal was in meine Notizen getippt, was jetzt wieder aufgetaucht ist! Ich habe das Ende ein bisschen abgewandelt, aber lest selbst:

Ja, wir Rabeneltern geben unsere Prinzessin mit 14 Monaten ein paar Tage die Woche ab, damit Stephie wieder ihrer Berufung als Lehrerin nachgehen kann. Wir geben sie zu einer so herzlichen und liebevollen Frau, die in ihrem Privathaus bis zu fünf Kinder im Alter von 1-3 Jahren behütet wie ihre eigenen Enkelkinder! Beate war früher ein Büromensch, bis sie ihren Beruf aufgab und beschloss, das Kindermädchen ihrer Nachbarn zu werden. Sie besuchte Fortbildungen und Seminare und war bald staatlich geprüfte Tagesmutter. Seit Jahren kümmert sie sich jetzt nicht mehr um Aktien und Girokonten, sondern um kleine Prinzen und Prinzessinnen! Und heute ist es so weit: Unsere Prinzessin trifft sie jetzt im Alter von 7 Monaten – vorher hatten wir leider nie Zeit gefunden, aber Beate regelmäßig mit Fotos versorgt – endlich auch einmal.

Und ja, als wir vor diesem Gartentor standen, ging mir schon ein bisschen der Puls hoch…

Was, wenn Gwenny (gegen ihre übliche Natur) etwas gegen diese Frau hat, die wir schon seit dem ersten Treffen ins Herz geschlossen hatten?! Etwas besorgt knie ich mich hin und schaue nochmal in den Wagen, aus dem meine Süße neugierig wie immer hervorspritzt. Ich hebe meinen Kopf und sehe Wolly durchs Gartentor direkt ins Gesicht… Wolly, einer der best erzogensten Hunde, die ich je gesehen hatte… Und dahinter an der Haustüre: Beate, circa 60 Jahre alt, die Haare zu einem schnellen Dutt hoch gebunden und freudig strahlend, obwohl sie gerade vor ein paar Minuten ihren letzten Schützling für heute an seine Eltern übergeben hatte!

Oh Gott, bitte lass das gut gehen…

Wir betreten den Garten, Wolly stellt sich gleich schützend neben den Buggy und Beate übergeht uns komplett. Sie läuft an mir und der Hortensie, die wir ihr mitgebracht haben vorbei und als ich mich nach Ihr und Gwenny umdrehe, sehe ich meine süße Maus mit ihren wunderschönen blauen Augen vor Freude strahlend unter dem Sonnenverdeck hervorschauen! Jackpot! Sie reckt ihre Arme und versucht sich aus den Fängen des Buggys zu befreien. „Beim ersten Treffen nehme ich die Kleinen nie auf den Arm, meistens bin ich ja die erste familienfremde Person, die das Kind näher kennenlernt. Wenn sie dann gleich zu mir sollen, geht das meistens schief!“, meint Beate und grüßt Gwenny mit etwas Abstand. Da unsere Tochter aber eindeutig signalisiert, von wem sie aus dem Wagen genommen werden will, ermutigen wir Beate und erzählen, dass Gwenny überhaupt keine Scheu vor Fremden hat. Ja, was soll ich sagen?! Die Chemie zwischen den beiden hat sofort gestimmt, Gwenny springt ihrer Tagesmutter förmlich in die Arme und betastet vorsichtig deren lächelndes Gesicht. Wir gehen ins Haus und meine Süße achtet sehr darauf, dass Wolly auch mitkommt und lässt sich von ihrer zukünftigen Tagesmutter in einen Hochstuhl setzen, von dem aus sie das ganze Wohnzimmer und die offene Küche in Augenschein nimmt. Nicht skeptisch, sondern freudig neugierig! Hier entspanne ich endlich! Sie mögen sich und Gwenny scheint glücklich zu sein… Wir hatten also den richtigen Riecher und haben uns für die richtige Frau entschieden. Das deutet auf eine einfache Eingewöhnungsphase hin!

Ab hier ist der Beitrag „frisch getippt“:

Seitdem sind ein paar Monate ohne persönlichen Kontakt vergangen und jetzt waren wir wieder dort um die neue Sitation zu besprechen! Stephie geht ja nur zweieinhalb Monate wieder arbeiten und davon bin ich 2 Monate zuhause und für Gwenny da… Wir haben lange überlegt, was wir machen sollen. Den Platz bei Beate so nehmen wie geplant und Gwenny 4 Tage zu ihr bringen? Oder komplett absagen und Gwenny dann erst mit zweieinhalb Jahren zusammen mit ihrem Geschwisterchen hinbringen? Als wir wieder so freundlich empfangen wurden, wieder dieses wohlige Gefühl spürten und wieder sahen, wie selbstverständlich Gwenny Beate in die Arme schließt, fiel uns die Entscheidung leicht:
Gwendolyn wird zwei Tage die Woche bei Beate und 4 anderen Kindern verbringen. Warum? Stephie ist schließlich daheim?? Weil wir möchten, dass Gwendolyn Spaß hat! Alle Gleichaltrigen die wir kennen, werden dann auch in Kitas sein und wenn das zweite Baby da ist, werden Playdates schwieriger umzusetzen sein. Gwenny hatte jetzt alleine schon so viel Spaß dort – fremde Spielsachen sind immer cooler als die eigenen – und ich wette, wenn sie dann man mit den anderen Kindern zusammen dort ist, will sie bestimmt nicht mehr mit heim!

Da Stephie ab Dezember wieder arbeitet, gehe ich dann mit Gwenny zur Eingewöhnung. Aber so wie ich sie einschätze, wird das ganz einfach, schließlich ist sie das schon gewohnt, dass Mama und Papa mal einen Vormittag/Nachmittag nicht da sind und jemand anderes auf sie aufpasst! Wahrscheinlich wird es Stephie und mir schwerer fallen, als ihr… Wenn ich aber daran denke, wie ihre Augen zu strahlen beginnen, wenn sie auf andere Kinder trifft, dann weiß ich, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben!

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