Eingewöhnung bei der Tagesmutter

Eigentlich wollte ich zu Gwennys Eingewöhnung bei ihrer Tagesmutter Beate nichts schreiben. Warum? Na weil alles so unkompliziert verlief! Aber jetzt kommen immer mehr Fragen dazu, die ich doch beantworten möchte.

Wir haben uns Beate schon während Stephies Schwangerschaft mit Gwenny ausgesucht. Wenn ich mich recht erinnere, hatten wir gleich im 4. Monat mehrere Termine mit Tagesmüttern und Krippen…

Stephie war immer der Meinung, so früh wie möglich wieder arbeiten zu wollen und konnte sich nicht vorstellen, es so lange ohne Schule auszuhalten. Nach einigen Gesprächen hatten wir uns aber darauf geeinigt, dass wir das „Standardprogramm“ machen werden: Mama 12, Papa 2 Monate Elternzeit. Als Gwenny dann auf der Welt war, änderte sich die Einstellung meiner Frau schlagartig. Gedanken an ihren Beruf kamen nur selten auf und sie war voll und ganz Mama.

Bei unserem ersten Treffen mit Beate hatten wir besprochen, dass Gwenny 4 Tage die Woche vorbeikommt und Stephie sie ganz flexibel – je nach Stundenplan – abholen kann.

Aber wie so oft im Leben, kommt es immer anders als man denkt und Stephie wurde wieder schwanger und bleibt ein weiteres Jahr zu Hause. Trotzdem – die Gründe dafür habe ich hier schonmal dargelegt – verbringt Gwenny jetzt 2 Tage die Woche bei Beate! Der Plan, dass ich mit ihr die Eingewöhnung mache, wurde dann auch geändert, Stephie war ja schließlich da.

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Insgesamt war Gwenny jetzt 7 Mal dort:

  • 2 Mal nur für 1,5 Stunden zum Spielen, bei denen Stephie mit im Raum war. Das erste Mal davon klappte super. Gwenny verstand sich sofort mit den 3 anderen Kindern und kam nur noch ab und zu auf Stephie zu, um ihr auch etwas zum Spielen in die Hand zu drücken. Beim zweiten Mal war Gwenny nicht ganz fit und deshalb bestand da wieder mehr Kontakt zu Stephie.
  • die nächsten beiden Male, die Gwenny auch 1,5 Stunden zum Spielen dort war, war Stephie zwar im Haus, aber nicht im selben Zimmer. Sie saß für den „Notfall“ bei Kuchen und Tee in der Küche. Der Notfall trat aber nicht ein.
  • Den 5. Tagesmutterbesuch absolvierte Gwenny dann schon ganz alleine, aber wieder nur zur Spielzeit. Stephie übergab sie an der Tür in Beates Hände und ging sofort wieder. Laut Beate gab es weder Abschiedsschmerz noch Tränen. Was Stephie vor der Tür für ein Theater veranstaltet hat, wissen aber weder Beate, noch ich 😉
  • Die nächsten beiden Male blieb Gwenny dann etwas länger. Sie kam zur Spielstunde und hat im Anschluss daran noch zu Mittag gegessen. Was auch super funktionierte . Dank den anderen Kindern als Vorbild, ließ sie ganz brav ihr Lätzchen an – zu Hause eine echte Seltenheit – und blieb, bis alle fertig gegessen hatten, ruhig in ihrem Stuhl sitzen.
  • Diese Woche (also sobald sie wieder richtig gesund ist…) geht sie dann das erste Mal den ganzen Tag zu Beate. Von 8 bis 15 Uhr, mit Frühstück, Spielen, Mittagessen, Schlafen und Spazierengehen. Ich bin schon sehr gespannt, wie das für Stephie und mich wird…

So. Das war dann schon die Eingewöhnung! Ganz unkompliziert. Gwenny geht gerne zu Beate, hat dort schon einen kleinen Verehrer und ist auch verrückt nach deren Hund… Beate selbst meinte auch, es hätte nicht besser laufen können: „Das Schöne ist, dass Gwenny strahlt, wenn sie kommt, sich aber genauso freut, wenn Mama sie abholt.“

Aber anders hatten wir das auch nicht befürchtet. Schon bei den ersten Treffen mit der Tagesmutter hat sich Gwenny, wie gesagt so wohl gefühlt, dass uns klar war: die Eingewöhnung wird ein Spaziergang ;-).

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