Sommer, Sonne, Eis

Eiszeit!

Eines von Gwennys aktuellen Lieblingswörtern ist im Moment „Eis“. Egal was man sagt, das sich auch nur annähernd so anhört, lässt sie zum Kühlschank laufen. OLYMPUS DIGITAL CAMERA
„Eins“
„Ei“ – hier reicht es auch nur, wenn sie den Eierlöffel sieht, schon ist die Verbindung zu Ei und Eis hergestellt.
„Eimer“
„Hunger“
„Autofahrt“ 😉
Zu jeder Mahlzeit möchte sie Eis. Da wir aber nicht zu jeder Tageszeit, wenn Madame danach ist, zur Eisdiele rennen können (oder wollen), haben wir mittlerweile zu Hause einen Vorrat angelegt. Und weil Milcheis oder diese Wassereisbeutel nicht gerade der gesündeste Snack sind – klar bekommt sie das auch ab und zu –  mache ich jetzt fast täglich selbst Eis.

-Achtung: Es folgt eine Kindheitserinnerung. Eigentlich wollte ich euch nur mein cooles Eis für Gwenny zeigen und bin dann wohl ein bisschen abgeschweift –

Ich kann mich noch ganz genau daran erinnern, wie ich als Kind immer Eis gemacht habe: Wir hatten zwar im Hotel immer Eis in der Truhe, trotzdem habe ich ständig irgendetwas eingefroren, auch wenn es dann gar nicht mal wirklich geschmeckt hat. Es war dann halt selbstgemacht. ICH hatte Eis gemacht. Es hat aber so ein paar Anläufe gebraucht, bis das endlich geklappt hat. In unserer „privaten“ Wohnung hatten wir natürlich solche Eisformen, wahrscheinlich von Tupper. Die für mich leichter zu erreichende Kühlmöglichkeit war allerdings das große Kühlhaus des Hotels. Mein erster Versuch bestand aus Sprite in einem kleinen Saftglas, oben ein Löffel rein und ab damit in die Kälte. Als ich am nächsten Morgen voller Vorfreude Richtung Kühlung lief, kam mir mein Vater leicht genervt entgegen: das Glas war geplatzt und das ganze Regal im Kühlhaus voller gefrorener Sprite. Also neuer Versuch! Mein Papa gab mir ein Teeglas und erklärte mir, dass das mit den Temeraturen besser zurechtkommt. Also Sprite ins Teeglas, Löffel rein und ab in die Kühlung. Am nächsten Tag wurde ich wieder enttäuscht. Die Kohlensäure in der Sprite hat das Glas zum Überlaufen gebracht, so dass es unmöglich war das Eis aus der Form zu lösen. Auch das hatte mir mein Papa am Vortag gesagt, ich wollte es aber nicht glauben, die Aussicht auf Spriteeis war einfach zu verlockend.Also nächster Versuch ;-). Dieses Mal mit Tee – Hagebutte war meine Wahl. Das Eis wurde perfekt, ließ sich super lösen, schmeckte aber schrecklich. Egal, ich machte wieder eins, einfach, weil es so cool war, selbst Eis zu machen. Irgendwann perfektionierte ich auch mein Tee-Eis, brühte frische Zitronenmelisse auf und gefror diesen Tee, der zu einem ziemlich leckeren und wirklich erfrischenden Eis wurde. Oh man, das waren Zeiten. Sommerferien. Kennt ihr das, wenn einen Gerüche in eine ganz andere Zeit versetzen?! Das passiert mir im Sommer immer bei meinen Eltern. Irgendwie riechen die Flure anders als in Frühling, Herbst und Winter und dann kommt dieses Kribbeln zurück. Die Freude über den ersten Ferientag und die 6 Wochen, die vor einem liegen!

Zurück ins Jetzt!

Schon als Gwenny knapp 4 Monate alt war, bekamen wir von NUK diese coolen Eisformen*geschenkt und seitdem sind sie im Dauereinsatz. Letztes Jahr war das Eis hauptsächlich für uns, dann irgendwann als Kühlung für Gwennys Zahnfleisch beim Zahnen und jetzt als fast täglicher Snack.

Rezept kann man das ja nicht nennen, aber ich habe folgendes reingepackt:

  • Mango
  • Wassermelone
  • Griechischer Joghurt
  • AhornsirupOLYMPUS DIGITAL CAMERA

Meine Hauptinspiration dafür war eigentlich das Kochevent in München. Als ich die Zutaten für den Brei und den Salat im Kühlschrank hatte, lag es Nahe, sie einfach zu mixen und einzufrieren. Ihr kennt aber sicher alle auch Janinas Rezept und das mit dem griechischen Joghurt habe ich von Leonie abgeschaut. Da ich aber keine Vanille zur Hand hatte und mir der Joghurt pur einfach zu fad war, musste der Ahornsirup eben herhalten ;-).


Die Früchte kommen in den Mixer (ich habe zwei gleichzeitig benutzt, weil ich keine Lust hatte zwischendurch zu spülen), Sirup in den Joghurt rühren und dann die Zutaten teelöffelweise abwechselnd in die Formen.
Ab ins Kühlfach und nach ein paar Stunden gibt´s leckeres Eis.
Nicht nur für Gwendolyn!

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Ach und für alle, denen das zu „Baby“ ist: 2 EL Fruchtpüree ins Glas mit Crémant auffüllen – PROST! (Der „Bellini“ war einfach zu lecker und deshalb weg, bevor die Kamera ihn einfangen konnte ;-)).

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