Flying Daddy – Tragepapa – Teil 1: Fehlkäufe

Wisst ihr, wann ich das erste Mal über Babytragen nachzudenken? Ok „nachdenken“ ist da auch übertrieben, eher: wann ich beschlossen habe, eine Babytrage zu kaufen? Nein, woher auch?!

Aber ihr wisst, dass ich mich sehr für Mode interessiere und deshalb habe ich eine Zeit lang jeden Monat die Fashion-Seiten der bekanntesten Männermagazine durchforstet. Wenn ich Zeit dazu finde, dann mache ich das auch heute noch. Jedenfalls blätterte ich im Dezember 2013 durch die GQ, die in dieser Ausgabe eine Papa-Baby Fotostrecke zeigte. Von diesen 5, 6 Fotos stach mir eines ganz besonders ins Auge:

Smoking Baby!

© Condé Nast

Damals hatte ich noch keine Ahnung von Anhock-Spreiz-Haltung und Ergonomie und entschied mich deshalb, irgendwann mal die stylischste Babytrage, die ich bis dato kannte, zu kaufen.

Tja und das Vorhaben habe ich umgesetzt, als Stephie mit Gwenny noch nicht mal in der 8. Woche war. Ok, ich war nicht bei Gucci im Store um eine Neue zu ergattern – dafür reichte mein Flugbegleitergehalt dann doch nicht – konnte aber Second Hand eine Trage zum halben Preis finden. Ganz stolz führte ich die Trage damals noch meinen anderen Papa-to-be-Freunden vor und malte mir aus, wie wir alle zusammen mit unseren Babys in den unterschiedlichsten Tragen auf dem Spielplatz einmarschieren würden.

Aber soll ich euch mal sagen, wie oft ich Gwenny darin getragen habe?! Zwei Mal. Einmal, um die Trage Freunden zu zeigen (da war Gwenny aber auch schon ein Jahr alt) und jetzt, um dieses Foto nachzustellen.


Jetzt ist sie auch schon viel zu groß für die Trage, aber Charly wollte ich irgendwie nicht reinsetzen. So cool sie auch aussehen mag, bin ich mir nicht sicher, ob sie für Kinder besonders gesund ist. Obwohl Gwen Stefani und Britney Spears ihre Kleinen damit rumtragen, habe ich jetzt, wo ich mir andere Tragen angeschaut habe, so meine Bedenken.
Damit ist der Gucci Babycarrier definitiv ein gewaltiger Fehlkauf gewesen. So viel Geld, das jetzt im Schrank liegt und verstaubt. Aber ich hoffe einfach mal darauf, dass Gucci das Ding aus dem Sortiment nimmt und mir ein Sammler das Teil für noch mehr Geld wieder abkauft ;-). Stephie glaubt da nicht wirklich dran und ist immer noch ein wenig sauer, weil ich mein Geld so rausgeschmissen habe. Ich sag euch, seit damals weiß ich, warum ihr hofft, dass eure Männer nicht zu Hause sind, wenn der Postbote eure Onlineshoppingausbeute bringt.

Fehlkauf Nummer zwei geht allerdings nicht auf meine Kappe, sondern auf Stephies. Obwohl man ihr eigentlich auch keine Schuld geben kann, denn ihr Einkauf wird von den meisten Hebammen empfohlen. Stephie hatte die glorreiche Tragetuch-Idee auch aus ihrem Geburtsvorbereitungskurs mitgebracht und noch in der selben Woche ein Tuch bestellt. Da gibt es ja auch eine Riesenauswahl und wir entschieden uns dann für ein jaquardgewebtes Tuch von Hoppediz.

Aber Gwenny war sowieso eine wandelnde Heizung, ihr war nie kalt und sie lässt sich auch jetzt noch nicht zudecken. Ja, und die Sache mit dem Tuch war doch eine ganz schön warme Angelegenheit. Zuerst, weil ich schon geschwitzt habe, bis sich das Ding erstmal umgebunden hatte, dann Gwenny rein, ganz eng, Körper an Körper. Ihr war das zu warm und anstatt sich zu beruhigen, schrie sie nur noch mehr. Ok, ich hätte sie bis auf den Body ausziehen und dann in die Trage stecken können, aber das hätte die ganze Prozedur ja auch nicht verkürzt.
Nochmal 80€, die uns im Schrank nur Platz wegnehmen.

Gwenny ist einfach kein Tragekind. Das war unser Fazit und damit gaben wir erstmal auf.
Aber wie das Elternsein so ist: wenn man am verzweifeln ist, greift man nach jedem Strohhalm und probiert alles nochmal aus. Eine Woche später kam fast täglich eine andere Trage hier an, die Stephie und ich anprobierten und wieder zurückschickten. Die Erlösung brachte uns dann eigentlich mein Schnäppchenwahn oder eher meine Shoppingclubaffinität. Stephie hatte bei irgendeinem Shoppingclub ein echtes Schnäppchen gemacht und eine Ergobaby 360 in schwarz im Set mit einem Regenschutz gekauft.

Die Trage kam hier an, passte irgendwie auf Anhieb und Gwenny wollte gar nicht mehr raus.

Fortsetzung folgt…

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