Reizhusten – altes Hausmittel – Rezept

Also, wie fang ich jetzt an.

Gwenny und Charly haben ständig Reizhusten! Warum? Keine Ahnung! Sie sind immer warm genug angezogen, tragen immer Schal, essen gesund und trotzdem kommt das manchmal aus dem Nichts! Unser Kinderarzt hat uns bei unserem ersten Besuch deswegen beruhigt und meinte, so lange die Kleinen sich nachts erholen können, also schlafen, würde er nichts verabreichen. Egal was wir kaufen würden, es würde nur dem Apotheker etwas bringen! Viel frische Luft und viel trinken! Dann wird es besser. Für den Fall, dass die Kinder abends nicht einschlafen können, hat er uns dann doch noch seine Empfehlung für einen pflanzlichen Hustenstiller genannt.

Naja, also die Mädels husten öfter mal, aber zu Hause schlafen sie immer ruhig, deshalb geben wir ihnen nichts und nach ein paar Tagen ist es wieder gut.

Jetzt waren wir aber ein paar Tage bei meinen Eltern und dort haben wir es in einer Nacht einfach nicht in den Griff bekommen: Gwenny hat durchgehend gehustet! Trotz Hustenstiller. Ich glaube, das Problem war das Klima. Wir schlafen dort immer in einem Hotelzimmer und haben für die Mädels lediglich eine Kuscheldecke extra dabei. Was bei dem Husten wohl viel wichtiger wäre, wäre die Bettschlange mit Zirbelholz! Die haben wir mal von Zirbelkind geschenkt bekommen und seitdem haben wir viel ruhigere Nächte, ganz davon abgesehen, liebe ich das Aroma, dass sie verströmt!

Na egal, zurück zu meinem Hausmittelchen. Bei meinen Eltern hatten wir wie gesagt eine schreckliche Nacht und auch am nächsten Tag hat weder trinken, noch frische Luft geholfen. Da verschwand meine Mama mal kurz im Keller und kam mit einem Einmachglas voller Stöckchen – so sah es im ersten Moment aus – wieder zurück!

„Dein Onkel hat früher auch immer so schlimm gehustet und da hat ihm Frau Soundso immer so einen Sirup gekocht. Als du dann als Kind auch immer so Probleme damit hattest, habe ich ihn nachgekocht und er hat super geholfen:

Kirschstielsirup“

Ja, ihr habt richtig gelesen: Sirup aus Kirschstielen. Was da in dem Glas nach Stöckchen aussah, waren getrocknete Kirschstiele. Die hatte meine Mutter letzten Sommer aufgehoben und getrocknet. Aber keine Sorge, meine Oma meinte, man könne die auch in der Apotheke kaufen!

Jedenfalls haben wir an dem Nachmittag ohne genaues Rezept einen Sirup gekocht aus:

Zuerst haben wir die Stiele mit dem Wasser in einem Topf aufkochen lassen.

Nach 5 Minuten leichtem köcheln, kam der Topf erst nochmal vom Herd, damit der Sud richtig ziehen konnte.

20 Minuten später kamen die Stiele raus, der Kandis rein und das wurde dann nochmal aufgekocht und so lange gerührt, bis sich der Zucker komplett aufgelöst hatte.

Und schon ist er fertig. Ein selbstgemachter Hustenstiller, mit der Kraft der Natur! Als Tee sollen Kirschstiele eigentlich hartnäckigen Schleim lösen und das Abhusten erleichtern. Hier hat der Sirup, wahrscheinlich auch wegen der Konsistenz als Hustenstiller sehr beruhigend gewirkt!

Also, im nächsten Sommer die Stiele nicht wegwerfen, sondern trocknen und als Tee oder Sirup weiterverwerten! Aber besser nur die aus Omas Garten (wie bei uns) oder die vom Biobauern um die Ecke.

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