Flying & Daddy & Studium

Ich habe hier einen Beitrag auf dem Notebook, den ich schon 2017 geschrieben habe, der Großteil davon ist auch noch aktuell:

Dass ich noch studiere, geht in meinem Profil und hier auf dem Blog fast ein bisschen unter. Das liegt wahrscheinlich daran, dass mein Alltag mit Familie, Fliegen und Schreiben schon so voll gepackt ist, da weiß ich manchmal selbst nicht, wo ich da noch was für die Uni machen soll.

In letzter Zeit war es von unterwegs deshalb so ruhig, weil ich gerade dabei bin meinen Bachelorstudiengang der Wirtschaftswissenschaften abzuschließen.

Mir fehlt nur noch die Bachelorarbeit! Auf der Suche nach einem Thema kämpfe ich mich jetzt schon seit Wochen durch seitenweise Literatur. Und das eben, weil ich zu Hause nicht dazu komme, fast nur unterwegs.
Diesen Beitrag tippe ich aus Mexico City. Ich war schon lange nicht mehr hier und die Kollegen machen tolle Ausflüge: Ballonfahren, Frida Kahlo Museum, Silbermarkt etc. Aber ich sitze auf dem Zimmer und muss ein bisschen was nachholen, was ich die letzten Wochen bei meiner Recherche vernachlässigt habe. Ich tippe jetzt aber einen Blogeintrag, weil ich nach 4 Stunden lesen auch mal Abwechslung brauche von „betriebswirschaflichen Anwendungssystemen“, „ROI“, „Key Performance Indicator“, bla bla bla.

Für mich fallen die Ausflüge dieses mal halt ins Wasser. Kein FMA für euch, dafür habe ich zu Hause dann etwas mehr Zeit für meine Frauen.

Eigentlich mache ich das Fliegen ja nur aus einem Grund: Finanzierung des Studiums. Geplant waren ursprünglich mal nur 1-2 Jahre als Flugbegleiter. Wie andere aus meinem Abijahrgang Work & Travel gemacht haben, bin ich eben anders in der Welt unterwegs. Dann hat mir jemand die FernUniversität in Hagen empfohlen, ich hab mich eingeschrieben und gemerkt, wie toll es ist, unabhängig zu sein. Sein eigenes Geld verdienen, Wohnung selbst zahlen – ok, Stephie hat auch einen Großteil übernommen – und sich das Studium eben selbst zu finanzieren. Ich lag meinen Eltern, im Vergleich zu meiner Schwester, die nach dem Quali direkt eine Ausbildung gemacht hat, schon lange genug auf der Tasche. Doch damit war jetzt Schluss.

Die ersten Semester liefen auch ganz glatt, ich hatte viel frei, Stephie war arbeiten, was hätte ich denn anderes machen sollen als lernen?!

Dann machte ich ihr den Heiratsantrag, die Hochzeitsplanung stand an und die Disziplin im Studium ging etwas flöten. Einladungskarten entwerfen, Menüs zusammenstellen und Dekoration bestellen hat einfach mehr Spaß gemacht, als Wirtschaftsrecht. Aber aufgegeben habe ich nicht. Ich habe mir einen Zeitplan gemacht, wie viel gelernt und wie viel Hochzeit geplant wird. 50/50 oder so ähnlich.

Nach der Hochzeit wurde Stephie schwanger und so langsam kam ich auch endlich ans Ende meiner Prüfungen.

Mit Gwenny zu Hause musste ich dann nur noch eine Seminararbeit schreiben, was mit ihr als Baby auch noch gut funktioniert hat.

Bei der Bachelorarbeit jetzt ist das schon was anderes. Ok, früher stand sie schon auch vor der verschlossenen Arbeitszimmertür und hat „Papa“ gerufen, hat aber auch mal in der Trage geschlafen, während ich getippt habe. Jetzt bekommt sie die Türen in der Wohnung allerdings schon selbst auf und wenn sie dann sieht, dass Papa am Notebook arbeitet, will sie natürlich auch drauf los tippen und schon ist es wieder vorbei mit dem Arbeiten. Außerdem will ich Stephie ja nicht noch mehr mit den zwei Kleinen alleine lassen. Das ist sie schon oft genug.

Aber ein Ende ist in Sicht. Mein Thema kristallisiert sich langsam heraus, die Literaturliste wächst und noch bevor Charly ein Jahr wird, hoffe ich, den Bachelor in der Tasche zu haben.

Also Daumen drücken.

Wie das Studium an der FernUni so abläuft erzähle ich euch demnächst mal. Ich bin nämlich nicht „nur“ Papa, Flugbegleiter und „Blogger“ sondern auch Student!

Neu:

Ja, mittlerweile habe ich ein festes Thema. Habe schon über die Hälfte meiner Bachelorarbeit geschrieben und werde in etwa 5 Wochen abgeben.

Ich hoffe euch hat der Beitrag trotzdem gefallen, auch wenn er mit einiger Verspätung online gegangen ist!

2 Gedanken zu “Flying & Daddy & Studium

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