Kindergesundheit im Hause Flying Daddy – nicht pieksegal!

Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung von Pfizer!

Eine der Familien, die wir jetzt zu unseren sehr guten Freunden zählen, haben wir über Instagram kennengelernt. Ohne vorher viel miteinander zu schreiben haben wir uns zum Kaffeetrinken verabredet, sind gegen 15 Uhr in deren Wohnung eingefallen und wussten eigentlich nicht mal, wie unser Gegenüber wirklich heißt.

Das war aber auch nicht nötig, wir waren komplett auf einer Wellenlänge und haben uns so gut verstanden, dass wir noch gemeinsam Einkaufen waren und Abendessen gekocht haben. Kurz nach Mitternacht (von wegen nur Kaffeetrinken) brachte der Papa, der uns eingeladen hatte, ein Thema auf den Tisch, das seine Frau damit kommentierte:

„Ich hab dir doch gesagt, du sollst das nicht ansprechen! Jetzt haben wir uns so gut verstanden und du machst alles kaputt!“

Er hatte seine Meinung zum Thema „Impfen“ dargelegt und ich habe durchaus schon gehört, dass dieses Thema selbst unter langjährigen Freunden zu schweren Auseinandersetzungen geführt hat. Zwischen uns hat es aber nichts kaputt gemacht, denn ich bin der Letzte, der über irgendwelche Lebenseinstellungen urteilt.

Unsere Lebensweise ist schließlich auch alles andere als normal. Stephie ist die Hauptverdienerin und ich erwirtschafte mit meinem Job als Flugbegleiter gerade mal unser monatliches Taschengeld. Stephie verbringt die Hälfte des Monats alleine mit den Mädchen und aus dem Rest versuchen wir so viel Qualitytime wie möglich zu machen. Das heißt allerdings auch, dass wir unsere Aufgaben ziemlich fair aufteilen: putzen, waschen, kochen, Kinder erziehen, Termine usw. übernehmen Stephie und ich gleichermaßen. Wenn ich zu Hause bin, bin ich also komplett Hausmann. Ich weiß, einige unserer Freunde würden das für ihre Frauen und Kinder auch gerne tun, aber durch die „klassischen“ 9-to-5 Jobs ist das nicht immer möglich.
Für mich ist es zum Beispiel ganz normal mit Gwenny und Charly zum Arzt zu gehen. Anfangs war das für unsere Arzthelferinnen scheinbar ziemlich ungewohnt, ich habe sie öfter mal über uns tuscheln hören (allerdings nur positives) und auch unser Kinderarzt meinte einmal zu mir:

„Das hatte ich wirklich noch nie, dass ich einen Vater besser kannte als die Mutter. Grüßen Sie Ihre Frau von mir!“

In der Regel nehme ich zu U-Untersuchungen oder Impfterminen auch beide Mädchen mit und mache einen kleinen Ausflug daraus. Wenn das Wetter passt, machen wir vor dem Termin einen Spaziergang zum nächsten Spielplatz, damit die Kinder ihre tägliche Portion frische Luft und Sandkastendreck abbekommen. Das gehört beides schließlich auch zum gesunden Aufwachsen dazu.

Dann geht’s rein zum Arzt, wo ich immer erst einmal das Wartezimmer aufräume. Da gibt’s doch bestimmt einen Kinderarzt-Knigge, der vorschreibt, wer aufzuräumen hat, oder? Aber egal, ich vervollständige gerne die Stapeltürme, sortiere die Kugeln der Kugelbahn nach den Farben des Regenbogens und schreibe mit den Magnetbuchstaben „Herzlich Willkommen“ an die Kindertafel!

Bei Charlys vorletztem Impftermin war das nicht ganz so entspannt, da die Mädchen einfach zu lange Mittagsschlaf gehalten, dann noch gegessen hatten und deshalb nochmal umgezogen werden mussten. Beiden hatte ich schnell noch die Haare gekämmt, Spängelchen rein und ab ins Auto. Auf die Minute pünktlich stand ich, gerahmt von meinen hübschen Mädchen, am Empfang und meinte ganz stolz, es rechtzeitig geschafft zu haben:

„Wir haben einen Termin!“,

„Kärtchen und Impfheft bitte!“

– Stille, denn jetzt bemerkte ich erst, dass ich beides zu Hause hab liegen lassen –

Ich schaute zu Gwenny, deren Haare so süß geflochten waren, dann zu Charly, die freudig grinste, drehte mich zurück zum Tresen und meinte zur Arzthelferin:

„Also, ich bin doch pünktlich!“

Die Damen haben sich vielleicht amüsiert. Ich bin ja auch nur Teilzeithausmann, da kann man ruhig mal was vergessen, oder?

Ich weiß, was ihr jetzt denkt: „Hat er im letzten Absatz tatsächlich drei Mal „impfen“ erwähnt?“

Ja, wir impfen.

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Wir haben uns mit vielen dazu besprochen. Mit unseren Eltern, Hebammen, Freunden und unseren Ärzten und uns dann dazu entschlossen, zu impfen.

Wir richten uns dabei nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut.

Der Impfschutz ist für Kinder unglaublich wichtig und ich kann nicht verstehen, wie es Eltern riskieren können, dass sich ihr Kind mit Krankheiten infiziert, die teilweise tödlich enden können. Außerdem sind Kinder, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können, darauf angewiesen, dass die Kinder in ihrer Umgebung einen vollständigen Schutz haben und die Ansteckungsgefahr für sie damit gebannt ist. Das teile ich auch jedem mit, der mir von seinem Entschluss gegen impfen erzählt. Wie gesagt, jeder sollte sich dazu eine Meinung bilden.

Meine ist klar.

Ich gehe lieber mehrmals in Folge zum Doc und lasse meine Mädels als Vorsorgemaßnahme piksen, bevor sie sich mit etwas infizieren, dass sie weitaus länger leiden lässt als diese 5 Sekunden im Behandlungszimmer – keines der Mädels hat bei einer Impfung je länger geweint, teilweise haben sie es wohl auch gar nicht gespürt. Es ist schon etwas zeitraubend und erfordert eine genaue Terminplanung, bis jedes der Mädels alle Impfdosen einer Impfung hat, aber für die Gesundheit meiner Kleinen gehe ich auch mehrmals zum Kinderarzt. Denn ein langfristiger und vollständiger Impfschutz besteht nur, wenn alle Impfdosen verabreicht wurden.

„Impfen“ war genau das Thema, das besagter Freundin bei unserem ersten Treffen solche Sorgen bereitete. Für uns ist das allerdings kein Tabu-Thema, ich weiß genau, wer in unserem Freundeskreis welche Meinung dazu hat. Und die sind so unterschiedlich, wie die Personen darin.

Wenn wir in großer Gruppe mit unseren Freunden unterwegs sind, dann fragen sich Außenstehende bestimmt immer: „Wie passen die denn zusammen?!“ Die Altersspanne reicht nämlich von 24 bis 42. Wir sind Lehrer, Vertreter, Studenten, Winzer, Richter, Flugbegleiter, Köche usw. Wir kommen aus den verschiedensten Regionen Deutschlands, da treffen sich Wessis und Ossis, Nordlichter und Lederhosen und dazwischen mischen sich Italiener und Türken.

Von unserer Freundschaft abgesehen, verbindet uns vor allem eins: die Liebe und Sorge um unsere Kinder.
Wir sind so ungleich und in einem doch so gleich:
Wir wollen alle nur das Beste für unsere Kleinen.

30 Gedanken zu “Kindergesundheit im Hause Flying Daddy – nicht pieksegal!

  1. Ein toller Beitrag. Wir haben unseren Sohn auch impfen lassen, teilweise sogar noch über die Empfehlungen hinaus. Ich finde es schade, dass manche Menschen nur ihre Meinung kennen und dann über andere urteilen. Gerade bei Eltern ist dieses Phänomen noch extremer. Hauptsache ist doch, dass wir hinter unseren Entscheidungen stehen und es den Kindern gut geht.
    Liebe Grüße Bianca
    http://ladyandmum.blogspot.de

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  2. Komisch, der eine Satz hat mich jetzt doch irritiert. „Ich kann Eltern nicht verstehen, die…“ Da hört es ja dann auf mit der Toleranz oder? Ich impfe nicht, und ich kann sehr wohl die verstehen, die doch impfen, meiner Meinung nach wegen zu wenig Informiertheit. Wo du sicher recht hast, ist, dass alle nur das beste für Ihr Kind wollen. Doch wo ich mir jetzt einen toleranten objektiven Artikel wünsche, geht das nun logischerweise mit der sponserung und den teilweise gleichen Sätzen wie bei Baby Kind und Meer (auch pfizer gesponsert) verloren.

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    • Ich finde nicht, dass es intolerant ist, ich hab meine Meinung und verstehe die der anderen nicht. Ich sage nicht, dass sie falsch liegen oder ich sie deshalb nicht mag oder anfeinde. Und bei Baby Kind und Meer hab ich nicht gelesen und uns wurden auch keine Sätze und Stichworte vorgegeben, falls du unterstellen möchtest, dass meine Meinung gekauft ist.

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    • Andersherum, diejenigen, die nicht impfen, handeln nach trügerischen Emotionen und sind obendrein schlecht und falsch informiert. Wenn ich alleine schon ständig diesen Stuss vom Aluminium in Impfungen höre oder, noch besser, Quecksilber. Das ist alles ao falsch und fehlgeleitet, wie es nur sein kann. Schuld ist mangelnde Medienkonpetenz. Und das meine ich nicht böse, da ich aus demselben Lager kam und daher auch diese Seite nur ZU gut kenne.

      Allerdings kann man sich darauf einigen, dass niemand seinem Kind bewusst schaden möchte. Unbewusst schaden Impfgegner allerdings nicht nur den eigenen Kindern.

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  3. Ich fühle mich natürlich etwas ironisiert als wolle ich meinem Kind nur fünf Sec beim Doc ersparen. Oder fünf Minuten weinen oder wäre zu faul für die Terminplanung. So direkt hast du das aber natürlich nicht geschrieben. Ich habe so viel Angst wegen all der Inhaltsstoffe, die in Lebensmitteln verboten sind und der Zahl an Impfschäden, die einfach als solche nicht anerkannt sind und deshalb unter den Tisch fallen. Dieser You Tube Film “Wir impfen nicht” lässt mich kritisch werden. Es ist einfach ein schweres Thema. Ich fühle mich sehr oft ignoriert und abgetan in meinen Zweifeln mit “Fakten” die aus fragwürdigen Studien stammen. Dabei will ich natürlich dasselbe wie du “das beste für mein Kind”. Und auch das Bewusstsein ist da, dass wenn Impfungen gegen die sich ständig wandelnden Erreger wirklich wirken, du diese Angst überwinden kannst und ungeimpfte Kinder ein Stück weit von Gwenny und Charly profitieren. Dann DANKE!

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    • Wir impfen nicht ist von vorne bis hinten erstunken und erlogen und übelste Propaganda. Ich könnte dir so viel über die Hintergründe dieses Films erzählen und wie er zustande kam, verweise aber stattdessen lieber auf die FB Gruppe Impfen Pro und Kontra. Dort sind zahlreiche Mediziner, Immunologen usw vertreten und die können dir das viel besser erklären.

      Vor Impfungen musst du wirklich gar keine Angst haben. Vor Masern dagegen sehr, denn das ist keine lustige „Gipfelkletterei“. Wusstest du, dass Masern das Immunsystem über Jahre lahmlegen und das Risiko in den kommenden Jahren deshalb an einer ansonsten harmlosen Infektion tödlich zu erkranken daher massiv erhöht ist?

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  4. Lieber George,

    wie/ wo hast du dich informiert? Ich finde es super schwer mich richtig darüber zu informieren. Als die Impfentscheidung anstand, habe ich mich einen Abend hingesetzt, mir verschiedene Pro & Contra durchgelesen und mich fürs Impfen entschieden. Doch ich habe immer häufiger das Gefühl, dass das nicht reicht. Mein Sohn hat eine schwere Neurodermitis, obwohl beide Familien nicht betroffen sind, da frage ich mich, kann das von der Impfung kommen, schließlich wurden zwischen Impfen und Neurodermitis/Allergien deutliche Zusammenhänge festgestellt. Dann ist es so, dass nicht alle Impfungen einen „Herdenschutz“ haben. Einige Krankheiten sind trotzdem ansteckend, obwohl sie bei der geimpften Person nicht ausbrechen. Mumps ist als Kind nicht lebensgefährlich, bei Erwachsenen kann es zu großen Komplikationen führen. Warum habe ich das 3-Monate alte Immunsystem meines Sohnes damit belastet, obwohl dieses nichtmal im Ansatz ausreichend erforscht ist. Viele der Impfstoffe sind im Bezug auf die Wirkung sehr gut wissenschaftlich erforscht. Bezüglich der Sicherheit der Impfstoffe gibt es kaum Studien.

    Ich sehe es eigentlich genauso wie du. Ich möchte mein Kind keiner lebensbedrohlichen Krankheit wie Masern aussetzen. Aber wie soll ich eine Entscheidung treffen, wenn viele Informationen nicht verfügbar , gegensetzlich und schwer zu durchblicken sind.

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    • Hallo Jannika,
      Wir haben uns mit Hebammen, Ärzten, Heilpraktikern und unseren Familien besprochen. Wir haben viele verschiedene Meinungen gehört, die Argumente erörtert und über Studien gelesen. Letztendlich haben wir für uns Risiken und Nebenwirkungen abgewogen und uns für das Impfen entschieden.

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    • Nein, eine Impfung löst keine Neurodermitis aus, kann aber, wie jede Krankheit auch, die das Immunsystem beschäftigt, einen temporären Schub heraufbeschwören. Außerdem tritt eine Neurodermitis meist in dem Alter erstmals auf, in dem für gewöhnlich auch geimpft wird, ein kausaler Zusammenhang besteht dabei nicht. Beispiel mein Sohn, Neurodermitis mit 3 Monaten entwickelt, zu dem Zeitpunkt ungeimpft, da ich damals ebenso impfkritisch war (wurde geheilt).

      Zuerst wird ein Impfstoff IMMER auf Sicherheit getestet, DANN ERST auf Wirksamkeit. Studien existieren sogar in Hülle und Fülle, gegenteiliges wird gerne von Impfgegnern behauptet, ist aber erlogen (oder schlicht falsch informiert).

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  5. Lieber Georg,

    Als Kinderärztin kann ich eure Entscheidung (natürlich!) nur unterstützen. Wer einmal ein Kind mit den Langzeitschäden einer Masern-Enzephalitis oder ein Kind mit Keuchhusten hat leiden sehen, stellt sich die Frage des Impfen gar nicht mehr. Impfungen sind die größte und wichtigste Errungenschaft der modernen Medizin!

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  6. Leider wird man egal wie man es macht verurteilt, aber dein Beitrag macht einen klar, dass zum Glück nicht überall die „Mutter Mafia“ herrerscht und es noch Leute gibt andere Meinungen akzeptiert ohne zu urteilen.

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  7. Hey 🙂
    Ein toller Beitrag, danke für deine Meinung! Ich bin auch absolut Pro-Impfen und kann Impfgegnern spätestens seit meine Oma fast an Keuchhusten gestorben ist, da meine umgeimpfte Cousine sie angesteckt hat, leider nicht mehr so neutral gegenübertreten wie du. Für mich ist Impfen nichts, worüber man diskutieren müsste, es gehört einfach dazu. Lieber nehme ich in Kauf, dass meinem Kind eine Spritze gegeben wird und, dass die immer so verteufelte „Pharmaindustrie“ ein wenig daran verdient, als dass es eine potenziell sehr gefährliche Krankheit bekommt. Hier wird durchgeimpft, auch gegen Windpocken. Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich als Kind Windpocken hatte und wie unfassbar schlecht es mir damit ging. So etwas möchte ich meinen Kindern ersparen.

    Danke für diesen tollen Beitrag (und nebenbei gesagt, ich finde es wirklich super, wie ihr euer Familienleben so regelt! :))

    Alles Liebe euch,
    Eva

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  8. Hi, ich empfinde das auch immer als sehr schwieriges Thema dem ich ehrlich gesagt bei Treffen mit Bekannten auch versuche aus dem Weg zu gehen 🙈
    Ich selbst würde nie jemanden verurteilen egal für welche Seite er sich entscheidet bei diesem Thema. Und verstehe auch nicht warum das viele machen. Ich bin der Meinung das sich jedes Elternpaar mit Sicherheit mit diesem Thema so auseindandergesetzt hat wie es wichtig für seine Kinder ist und daraufhin für seine Familie die richtige Entscheidung getroffen hat. Ich selbst empfehle immer gerne das Buch: Dr. Med Stephan Heinrich Nolte „Maßvoll impfen“. Das ist mal jemand der nicht nur Schwarz und Weiß sieht sondern beide seiten gleichermaßen beachtet.

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    • Aber hier wird ja leider indirekt verurteilt 🤔 – Eltern, die ihre Kinder nicht impfen, riskieren eine schlimme Krankheit – das ist aber sicher nicht deren Intension. Und sie wären faul oder wollen nur den Pieks vermeiden. Es ist ihnen also „pieksegal“ – nein, ist es nicht! Auch sie informieren sich und lassen gerade deswegen nicht impfen. Und warum gibt es Kinderärzte, die aufs Impfen bestehen, andere, die den Eltern nicht reinreden und wieder andere, die kaum impfen oder nur wenn die Eltern drauf bestehen- auch Kinderärzte sind sich scheinbar uneinig 🤷🏼‍♀️ Das verunsichert mich und ich fühle mich leider auch sehr schlecht beraten. Ich verstehe beide Seiten, aber ich verstehe nicht, dass die die Impfen den anderen oft vorwerfen, sie würden sich nicht informieren oder unverantwortlich handeln. Mir ist der Artikel leider viel zu einseitig- wie immer bei den Impfbefürwortern- schade. Liebe Grüße

      PS: wir haben unsere Kinder etwas später impfen lassen und nicht das komplette Programm durchgezogen. Immer mit den Gedanken im Hinterkopf – richtig oder falsch…

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  9. Schnallen Impfgegner ihre Kinder beim Autofahren eigentlich dann auch nicht an? Wo es doch der Sicherheit dient, es aber Fälle gibt, in denen der Angeschnallte des Angeschnallt-seins wegen nicht gerettet werden konnte..? 🤔😉
    Ich sehe es wie du- jedem das Seine!
    LG von einer Impferin, Kollegin und Mama

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    • Jedem das Seine klingt aber anders 😉 Ziemlich widersprüchlicher Kommentar. Genau das meine ich – das klingt nicht sehr tolerant. Man kann nicht behaupten, man ist tolerant und im gleichen Atemzug sich über die anderen quasi lustig machen.

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  10. Lieber Georg, Respekt für das Aufgreifen dieses Themas, es führt eigentlich immer zu bösen Worten-ich habe noch nie eine sachliche Diskussion dazu gehört:).
    Ich habe meine Tochter auch über die Empfehlung hinaus impfen lassen, mein Sohn hat die ersten Impfungen genauso bekommen. Und dann bekam er erst eine heftige Immunreaktion auf einen Magen-Darm-Infekt, im Jahr darauf Schönlein-Henoch. Das wegzustecken hat ihn Monate gekostet und nun-nun bin ich, überzeugte Impferin-unsicher geworden. Lasse ich Windpocken impfen? Zeckenschutz? Jede Impfung macht etwas mit dem Immunsystem und da das seine Schwachstelle ist, riskiere ich das? Bei meiner großen Tochter ist das ähnlich mit der Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs. Hier gibt es zu wenig Daten, Langzeitergebnisse, ich habe damit kein gutes Gefühl. Gehe ich einfach gegen meine Intuition, ist diese „Gefühligkeit“ albern? Hier würde ich mir auch von Ärzten ein bisschen mehr sachliche Beratung wünschen, man wird doch sehr schnell als Rabenmutter abgestempelt. Es ist halt nicht immer alles schwarz-weiß….Soll auch nichts gegen deinen Beitrag sein, sind nur Gedanken!:)

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    • Danke Katrin für diesen Einblick! Ich verstehe deine Sorgen total und ich muss sagen, dass ich sehr froh einen Kinderarzt gefunden zu haben, der uns da sehr gut berät. Wenn du dich das bei deinem Arzt nicht fühlst, dann frag doch mal woanders nach einem Beratungstermin. Wir haben gerade durch Charlys Angiom gelernt, dass es nicht nur einen Weg gibt und setzen in Zukunft definitiv mehr auf Zweit- und Drittmeinungen.

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  11. Ich kann Euch ein gutes Buch hierzu empfehlen. Von einem Münchner Kinderarzt „Dr. Martin Hirte“ zum Thema Pro & Contra Impfung. Jeder sollte individuell entscheiden können, was als Impfung in Frage kommt und vor allem was der richtige Impfzeitpunkt ist…. Jemand der Kinder hat, die auf eine Impfung reagiert haben und vielleicht nicht nur mit Fieber, haben sicherlich eine begründete andere Haltung zu dem Thema als solche, deren Kinder die Impfungen gut vertragen haben. Hat man sich vollumfänglich informiert, macht das die Impfentscheidung sicherlich nicht einfacher.

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  12. Ich finde es gut, dass du das Thema aufs Tapet bringst, auch wenn sich der ein oder andere selbst durch deinen sehr vorsichtig formulierten Artikel schon angegriffen fühlt.
    Im Gegensatz zu dir bin ich null tolerant gegenüber Impfgegnern, dazu habe ich einfach schon zu oft gesehen, was diese anderen Menschen beziehungsweise ihren eigenen Kindern antun. Da ich als Intensivkinderkrankenschwester arbeite sehe ich die Fälle, in denen das Nicht-impfen wollen zur Lebensgefahr wird. Und ratet mal was noch nie auf meiner Station um sein Leben kämpfen musste? Richtig, ein Kind mit Impfschaden lag noch nie bei uns!
    Dafür haben wir erst vor wenigen Wochen ein Neugeborenes fast verloren, weil es von Kindergartenfreunden des Geschwisterchen mit Keuchhusten angesteckt wurde. Es lagen in den letzten 5 Jahren schon 3 Kinder mit einer Masernenzephalitis bei uns, also einer Entzündung des Gehirns durch Masernerreger. Keines dieser Kinder wird je wieder ein selbstständiges Leben führen können, sie sind alle behindert. Durch eine Meningokokkensepsis hat eine unserer Patientinnen, 5 Jahre alt, mehrere ihrer Finger verloren. Und das sind noch nicht mal alle Fälle, die ich schon erlebt habe. Deshalb kann ich Eltern gegenüber, die meinen sie wüssten es besser als Ärzte, die 10 Jahre studiert haben (mit Fachausbildung für Kinderheilkunde) einfach nicht tolerant sein. Ja, sie wollen das Beste für ihr Kind, das glaube ich Ihnen ja. Aber da reichen nicht ein paar schräge YouTube-Videos, die keine vernünftige Quelle angeben oder Studien, die vom Studiendesign her mehr als fragwürdig sind. Ich habe NOCH NIE eine Studie gesehen, die wissenschaftlich korrekt, transparent und nachvollziehbar die Gefahren des Impfens darlegen würde. Aber ich kenne zig Studien und Datenerhebungen, die die positiven Effekte klar belegen.
    Und noch gar nicht erwähnt habe ich Menschen, die aufgrund eines geschwächten Immunsystems nicht geimpft werden können und die sich manchmal kaum mehr aus dem Haus trauen, weil ein Impfgegner sie anstecken könnte. Oder Schwangere, deren Kind gefährdet wird, wenn sie sich während der Schwangerschaft mit einer der impfbaren Kinderkrankheiten infizieren….

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