Vorsorge für den Ernstfall – Werbung

Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit CosmosDirekt entstanden.

Einer meiner Vorsätze für dieses Jahr ist das Aufsetzen eines sehr wichtigen Dokumentes.
Kurz vor Gwennys Geburt bin ich über die Düsenmuttis auf einen schrecklichen Unfall aufmerksam geworden:

Eine junge Familie – Mama, Papa (beide Kollegen von mir) und Kleinkind – waren auf der Autobahn unterwegs. Bei strömendem Regen kamen sie als Erste zu einem Unfall dazu – Warnblinker an und raus aus dem Auto, um abzusperren und zu helfen. Doch dabei wurden beide von einem weiteren Auto, dessen Fahrer bei den schlechten Wetterverhältnissen die Unfallstelle zu spät bemerkte, überfahren. Das Mädchen auf dem Rücksitz war von jetzt auf gleich Vollwaise!

Die Düsenmuttis hatten eine Spendenaktion für die Kleine ins Leben gerufen, um sie in dieser schweren Zeit irgendwie zu unterstützen.

Wochenlang hat uns das Schicksal dieses Kindes verfolgt.
Schon allein der Gedanke daran lässt es mir jetzt noch kalt den Rücken runter laufen.
Als Eltern hat man immer Angst, dass dem eigenen Kind etwas passiert, doch genau so schrecklich finde ich die Vorstellung, meine beiden Mädchen mal alleine zu lassen.

Denn was passiert mit Gwenny und Charly, wenn Stephie und ich morgen nicht mehr da sind? Wenn wir sie einfach so ohne Abschied alleine lassen? Wenn aus meinen zwei so glücklichen Mädchen von einem auf den anderen Moment Waisenkinder werden?

Beim Tippen dieser Zeilen kommen mir die Tränen, trotzdem möchte ich meine Gedanken dazu aber mit euch teilen. Es ist unsere elterliche Pflicht uns mit dieser Frage zu beschäftigen, egal wie sehr es weh tut.
Schließlich wollen wir doch das Beste für unsere Kinder, auch, wenn wir nicht mehr da sind.

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Seitdem denken wir über eine Sorgerechtsverfügung nach.

Die Sorgerechtsverfügung soll es dem Gericht später erleichtern zu entscheiden, wer das Sorgerecht der Kinder übernimmt. Wenn man dazu nichts verfasst hat, entscheidet das Gericht wahrscheinlich ziemlich nüchtern anhand von Fakten darüber.

Habt ihr euch schonmal überlegt, wem ihr eure Kinder anvertrauen würdet? Für immer?

Ich meine, wenn es zu spät ist, könnt ihr ja nicht mehr mitreden und dann schickt das Amt euer Kind vielleicht zu einer Person, die ihr so vielleicht nicht ausgewählt hättet. Zum Beispiel zu eurer kinderlosen Schwester, die zusammen mit ihrem Ehemann ein Haus, ein Hund und ein sicheres Einkommen hat und die ihr über alles liebt, die aber überhaupt keinen Bezug zu Kindern findet. Bei der ihr jetzt schon spürt, dass es zwischen Kind und Tante überhaupt nicht funktioniert.

Das Gericht hält diese Lösung vielleicht für die Beste – es ist genug Platz im Haus, es sind noch keine eigenen Kinder da und finanziell abgesichert ist das Paar auch.

Dabei hättet ihr vielleicht jemand anderen gewählt. Nämlich den Cousin, der zwar schon im 15. Semester am Bachelorabschluss knabbert und noch kein geregeltes Einkommen hat, aber so mit eurem Kind harmoniert, dass es dort schon mal übers Wochenende geblieben und danach nur widerwillig wieder mit nach Hause gekommen ist. Die beiden zusammen zu sehen lässt euer Herz jedes Mal strahlen.

Klar wäre da noch die Geldfrage zu klären, aber würde sich euer Kind dort nicht tausendmal wohler fühlen?

Überlegt euch das mal.

Eine solche Sorgerechtsverfügung steht bei uns für 2019 ganz oben auf der To-Do- Liste.

Finanziell sorgt unser Sozialstaat natürlich für das Halb- bzw. Vollwaisenkind. Aber eben genau so wie für unsere Rentner, von denen viele mit der Altersarmut zu kämpfen haben.
Vom Staat gibt es eine Halb- bzw. Vollwaisenrente, die sich allerdings an eurem bis jetzt erwirtschafteten Rentenanspruch orientiert. Anfang des Jahres bekam ich meinen ersten Bescheid über meinen aktuellen Rentenanspruch (ab dem 27. Lebensjahr bekommt man den wohl jährlich) und wie ich mir das schon gedacht habe, ist mein Rentenanspruch nach nur 7 Jahren Berufsleben ziemlich gering. Mit den Angaben aus diesem Bescheid habe ich mir im Internet mal ausrechnen lassen, wie hoch die Halbwaisenrente für Gwenny und Charly jeweils wäre, wenn ich jetzt sterben würde. Achtung nicht erschrecken:

81,31€ im Monat
(dieser Betrag ist sicher nicht exakt, aber ein Richtwert).

Klar, bekommen sie das bis zu ihrem 18. Geburtstag und unter Umständen auch etwas länger, aber aktuell liegt mein Beitrag zum Haushaltseinkommen ein bisschen über 162,62€ im Monat.
Ich bin gerade selbst etwas geschockt und frage mich, was denn der Höchstsatz wäre.

Kurze sehr makabre Überlegung: selbst wenn ich mit 16 angefangen hättezu arbeiten und mit 20 mein erstes Kind bekommen hätte – das Kind bekommt ja nur bis 18 die Halbwaisenrente, also „müsste“ ich vor 38 sterben, sonst hätte es keinen Anspruch. Also sagen wir ich sterbe mit 36. Dann hätte ich 20 Jahre in die Rente eingezahlt (ca. 3 mal so lange wie jetzt) selbst wenn sich der die Halbwaisenrente tatsächlich verdreifachen würde (was ich bezweifle), dann wären das pro Kind auch nur 240€.

„Finanzielle Absicherung“ kann man das nicht wirklich nennen oder? Natürlich kann man vom Staat nicht erwarten, dass er ein volles Gehalt komplett ersetzt, deshalb haben wir uns schon vor Gwennys Geburt für so einen Fall abgesichert.

Kurz nachdem wir nämlich unseren Familien von dem Unfall meiner Kollegen erzählt hatten, kam mein Schwiegervater mit zwei Verträgen an: Risikolebensversicherungen. Er hatte sich auch Gedanken gemacht und meinte es wäre besser, wenn Stephie und ich uns noch vor der Geburt unseres ersten Kindes gegenseitig absichern würden. Ihm ging es dabei vor allem darum, dass nicht einer von uns Erwachsenen alleine da steht und eben nur mit der staatlichen Unterstützung für die Kinder sorgen muss.

Sollte einer von uns den anderen überraschend alleine lassen, hat der andere dank der Risikolebensversicherung erst einmal einen finanziellen Puffer, um sich wenigstens darum keine Sorgen machen zu müssen. Stephie müsste nicht umziehen, kürzer treten oder doppelt so viel arbeiten um mit nur 160€ (zusätzlich zu ihrem Gehalt) auskommen zu müssen.
Im traurigsten Fall, dass Stephie und ich beide frühzeitig sterben sollten, sind die Kinder so gut abgesichert, dass der finanzielle Aspekt für das Gericht später keine Rolle spielen müsste. Die Sorgerechtsverfügung ist nämlich nicht unbedingt bindend, doch eine Möglichkeit seine Gefühle zu äußern. Und ohne den finanziellen Druck könnte das Gericht viel mehr Wert auf die Beziehungsebene legen.

Das finde ich sehr beruhigend.
Vor der Story mit dem Unfall hatte Stephie das Thema „Lebensversicherung“schon einmal angesprochen, doch ich meinte nur:
„Was soll mir schon passieren?“
Aber danach wurde mir klar, dass man so leichtsinnig nicht denken darf.

Mein größter Wunsch ist natürlich, dass ich jedes Jahr die Beiträge zahle und sich die Versicherungsgesellschaft später ins Fäustchen lacht, weil uns nie etwas passiert ist und der Versicherungsfall deshalb nie eingetreten ist.

Doch so unglaublich schwer der Gedanke daran auch ist, beruhigt es mich doch sehr, dass Gwenny und Charly in dieser schrecklichen Zeit nicht aus finanziellen Gründen noch mehr Sorgen haben müssten.

Vor über drei Jahren haben wir unsere Risikolebensversicherung bei CosmosDirekt abgeschlossen. Damals benotete Focus Money sie gerade als Direktversicherung mit der Note „sehr gut“und dort wurde sie damals auch von den Kunden als Sieger gekürt. Auch 2018 wurde sie von diesem Magazin zur Versicherung mit dem besten Risikoschutz gekürt. Über CosmosDirekt bin ich auch auf das Thema >„Waisenrente“  gestoßen und habe mich jetzt erst einmal genauer mit den Zahlen dazu auseinandergesetzt. Und was soll ich sagen? Zum Glück haben wir beide jeweils eine Risikolebensversicherung abgeschlossen.

Zur Sorgerechtsverfügung muss ich jetzt auch erst mal einen Termin mit einem Anwalt ausmachen und wir müssen uns genau überlegen, wer darin benannt werden soll.

4 Gedanken zu “Vorsorge für den Ernstfall – Werbung

  1. Danke, dass du so einen wertvollen Beitrag schreibst und damit aufmerksam machst!!!

    Ich kann dich absolut verstehen, genau diese Situation ist für mich die Horrorvorstellung schlechthin. Ähnlich wie du es beschrieben hast, haben wir auch vorgesorgt – geht aber auch ohne Anwalt durch ein handschriftliches Testament. Wir haben zur Absicherung den Bevollmächtigten jeweils eine rechtsgültige Kopie gegeben und viel mit ihnen darüber gesprochen. 🙂 nicht das unser Wunsch im Fall der Fälle in der Schublade versauert und unsere Kinder nicht davon profitieren. Eine schwierige Situation aber meiner Meinung gehört das auch zum Eltern Dasein dazu 🙂

  2. Sehr wertvoller Beitrag. Wir haben auch eine Sorgerechtsverfügung aufgesetzt, allerdings geht das auch komplett ohne Anwalt oder Notar. Wichtig ist, dass diese Verfügung handschriftlich verfasst ist, alle genannten Personen müssen mit Vor- und Zuname sowie Geburtsdatum genannt sein und beide Elternteile müssen unterschreiben.
    Genauso wie ihr, haben auch wir eine Risikolebensversicherung um wenigstens irgendwie in so einem schlimmen Fall gewisse Sorgen zu nehmen!

  3. Sehr guter und wichtiger Beitrag, vielen Dank! Doch eine Sache muss ich doch klarstellen: die Versicherung lacht sich nicht in Fäustchen, wenn ein Versicherungsnehmer den Ablauf seiner Risikoversicherung erlebt – schon deswegen nicht, weil die Versicherungsgemeinschaft ein Kollektiv ist, der d.h. ein jeder zahlt die Risikobeiträge für alle mit, nicht nur für seinen eigenen Risikofall! Nur wenn im Kollektiv insgesamt viel weniger als berechnet gestorben wird, könnte die Versicherung ein wenig lachen, aber selbst dann muss sie die Hälfte des sogenannten Risikoüberschusses an die Kunden (in Form von Überschussbeteiligung) zurückzahlen.

  4. Sehr wichtiges, wenn auch trauriges Thema zugleich !!!

    Aus eigener Erfahrung kann ich noch ergänzen, dass es die Waisenrente für Kinder so lange gibt, wie sie sich in der Ausbildung befinden, längstens aber bis zum 27. Lebensjahr (korrigiere mich, wenn ich da falsch liege)

    Toll, wie offen u ehrlich du dieses Thema ansprichst!! 👍🏻

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