Papa, Papi oder Dad – The Name Game

Papa, Papi, Paps, Vati, Dada, Dad, Baba – wie nennen eure Kinder ihren Vater?

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Blöde Frage? Leider nicht.

Denn seit knapp 4 Monaten sagt meine Große nur noch selten „Papa“ sondern nur noch „Georg“ zu mir.

Ich muss gestehen, dass mich das schon ein bisschen trifft. Irgendwie klingt „Georg“ so distanziert, während „Papa“ etwas unglaublich Intimes und Enges symbolisiert. Weiterlesen

Charlys nicht mehr ganz so kleine Besonderheit

Den ersten Beitrag zu Charlys Angiom findet ihr hier.

Ich muss euch etwas gestehen: Ein bisschen von der Stärke, die ich hier vorgebe, ist wohl nur gespielt. Ich wollte es selbst nicht wahr haben, aber in den letzten Wochen ist mir immer klarer geworden, dass es nichts bringt, seine wahren Gefühle zu verstecken. Nicht nur euch, sondern auch meiner Familie, Stephie und sogar mir selbst habe ich etwas vorgemacht.

Charlys Angiom und die Meinung anderer darüber trifft mich viel mehr, als ich mir selbst eingestehen wollte. Ich habe zwar für mich gelernt damit umzugehen, wenn über mich gesprochen wird. Mir ist es egal, wenn jemand meinen Stil nicht mag, meine Hemden zu bunt, meine Hosen zu eng oder meine Shorts zu kurz findet. Mein Laufstil ist femininer als der so mancher Frau und von meiner Gestik brauch ich gar nicht erst anzufangen. Die Leute reden und wenn ich das mitbekomme, dann provoziere ich erst recht.
Aber wenn es gegen meine Kinder geht, ist es einfach etwas anderes. Es bricht es mir einfach das Herz. Weiterlesen

Gwennys Adventskalender – DIY

Letztes Jahr hatte Gwenny noch keinen Kalender, ich empfand es als wichtiger, meiner schwangeren Frau einen zu befüllen und das ist mir Last Minute auch noch gelungen.

Dieses Jahr wäre ich sicher wieder auf den letzten Drücker drauf gekommen, das sich Gwenny über so etwa freuen könnte, aber zum Glück habe ich ja Stephie. Sie hat im Oktober schon vorgeschlagen Gwennys Kalender mit Küchenutensilien /-Zutaten zu befüllen. Seit etwa 3 Monaten spielt unsere Große täglich fast ausschließlich in ihrer Kinderküche (Pimp my Kinderküche hier ;-)), also war es irgendwie logisch ihr ein paar mehr Ingredienzien dazu zu kaufen.

Stephie hat einfach einmal beim Schweden und im Spielwarengeschäft zugeschlagen und schon war ein Großteil der Kalenderfüllung gekauft. Für etwas Abwechslung zwischendurch kamen dann noch ein paar Pixi Bücher dazu. Wir haben schon so viele Bücher, aber davon kann man ja nie genug haben.

Für den eigentlichen Kalender standen so einige Inspirationen bereit. Mein Favorit war der aus den weißen Pappbechern mit Deckeln, in denen normalerweise Eiscreme verkauft wird. Doch Stephie fand, dass wir damit viel zu viel Müll produzieren würden. Recht hat sie und aufheben würde ich die Dosen wahrscheinlich sowieso nicht, weil nächstes Jahr wieder was cooleres daher kommen würde. Also ab ins Dekogeschäft, Tüten und Aufkleber kaufen, befüllen, aufhängen, fertig!

Durch die silber bedruckten Tüten macht sich der Kalender schon echt gut als erste Weihnachtsdekoration und ich bin gespannt, was Gwenny dazu sagt.

Aber ein Problem/ eine Frage bleibt da noch: wir sind ja immer mal wieder ein paar Tage nicht zu Hause.

Wie macht ihr das? Päckchen mitnehmen und unterwegs auspacken oder lassen und ein paar Tage später einfach 3 auf einmal öffnen?

Pimp my Kinderküche – Aus Masse wird Klasse DIY

Weihnachten war schön! Wie niedlich Gwenny sich über ihre Geschenke gefreut hat… Egal ob Spielzeughandy, PUKYlino oder Spielküche, alles hat ihr ein Strahlen in die Augen gezaubert. Weihnachten MIT Kind ist tatsächlich tausendmal schöner als Weihnachten ALS Kind!

Von uns hat Gwendolyn dieses Jahr eine Spielküche bekommen. Vor allem, weil sie uns beim Kochen und Backen immer ganz gespannt von ihrem Hochstuhl aus zuschaut und auch ein bisschen in der Hoffnung, dass sie dann nur noch ihre Schränke ausräumt und unsere in Ruhe lässt ;-).

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Uns war aber auch klar, dass wir diese Küche nicht kaufen und einfach so aufbauen, wie sie in (wahrscheinlich) Millionen anderen Haushalten steht. Also haben wir das Internet durchforstet und uns ein bisschen inspirieren lassen für unser Projekt „Pimp my Kinderküche“! Doch zuallererst musste eine Küche her, die sich umgestalten lässt. Es gibt ja so viele Küchen, die entweder schon perfekt gestyled und dementsprechend teuer oder aus Plastik und dafür nicht ganz so geeignet sind. Klar denken wir alle sofort an die DUKTIG von IKEA, die es das ganze Jahr für knappe 90€ zu kaufen gibt. Wir haben aber im richtigen Moment bei Aldi zugeschlagen! Vorteil: die Küche ist 30€ günstiger und was viel wichtiger ist, sie besitzt schon eine Rückwand!

Wer von euch jetzt nicht in weiser Voraussicht bei Aldi eingekauft hat, oder vielleicht schon eine IKEA Küche hat, muss aber nicht verzagen. In fast jedem Baumarkt kann man sich Holzplatten in der richtigen Größe zuschneiden lassen und so auch der IKEA Küche eine Rückwand verpassen ;-)!

Als die Küche gekauft war, mussten noch ein, zwei Kleinigkeiten besorgt werden, um aus dem 08/15 Ding Gwennys Küche zu machen.

Wandfarbe
Alle holzfarbenen Teile der Küche wollten wir Farbe verleihen und sind los in den Baumarkt um uns inspirieren zu lassen. Als wir vor dieser riesigen Farbauswahl standen, war die Entscheidung erstmal schwierig, bis wir „Hüterin der Freiheit“ von Alpina entdeckt hatten. Wie sonst sollte die Küche unserer Tochter gestrichen werden, als in dem wunderschönen Patinagrün der Freiheitsstatue von New York?! Die Farbdiskussion war also beendet und vor dem Zusammenbauen haben Stephie und ich im Keller meiner Schwiegereltern alle Holzteile gestrichen. Wir hatten richtig Spaß, man sollte uns öfter mit einem Eimer Farbe im Keller einsperren ;-).

Klebefolie
Auch die Arbeitsplatte der Küche sollte ihren Holzton verlieren und zu einer chicen Marmorplatte werden. Wie in der Backstube meiner Mutter haben wir uns für weißen Marmor entschieden. Da der Einbau einer echten Steinplatte etwas umständlich wäre, haben wir eine Klebefolie gekauft und wieder mit vereinten Kräften angebracht. Bei den Ecken hatte ich ja erst ein bisschen Sorge, dass sie nicht schön werden, doch dank einem Video aus dem Internet und einem Fön, sehen sie richtig gut aus.

Wandsticker
Oh ja, die Rückwand… Bei der IKEA Küche gibt es diese überhaupt nicht und bei der Aldi Version ist diese mit einer Uhr und Küchenutensilien bedruckt… Aber kein Problem, wir haben sie einfach falsch herum eingebaut, so dass diese Drucke jetzt auf der Rückseite sind. Für die Gestaltung der Rückwand sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Dekofolie im Fliesendesign, Mosaik, Tafellack, es gibt so viele Möglichkeiten. Wir wollten Sticker aufkleben und dazu haben wir – wie auch schon für Gwennys Kinderzimmer – die Aufkleber bei Eulenschnitt bestellt. Der Vorteil von Stickern: sie sind wieder ablösbar und so kann man ganz schnell umgestalten ;-). Ich wollte eigentlich die Rauten, Stephie war für die Ananas… Ganz demokratisch hat dann einfach die Frau entschieden! Mit ein bisschen rumprobieren und ein paar Bleistiftlinien habe ich die Aufkleber ganz leicht und – ich würde sagen – ziemlich akkurat angebracht.

Bilderrahmen
Dann fehlte der Küche nur noch ein bisschen Dekoration. Bei Dm haben wir Gwennys Lieblingsbild nachdrucken lassen, in einen kleinen Rahmen gesteckt und in die Küche gestellt. Am ersten Tag war das Bild tatsächlich das beliebteste Geschenk! Sie hat es den ganzen ersten Feiertag durchs Haus getragen und jedem gezeigt.

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Blumentopf
Eigentlich sollten mehrere Töpfe mit Kräutern her… Dann haben wir uns aber daran erinnert, wie gerne Gwenny mit Blumenerde spielt, also hat sie jetzt erstmal eine Kunstpflanze in ihrer Küche stehen. Wenn sie dann etwas älter ist, kommen wohl 3 Töpfe mit Küchenkräutern hin, denn Gwennys Küche wird direkt an unserem Küchenblock stehen und so werden die Kräuter dann auch von uns benutzt.

Abschließend muss ich sagen, dass ich wirklich zufrieden mit dem Umstyling bin! Aus der billigen 60€ Aldiküche ist ein Unikat geworden, dass überhaupt nicht mehr nach Discounter aussieht. Jetzt fehlt nur noch etwas Geschirr und ein paar Lebensmittel, denn bis jetzt hat Gwenny nur Zucker, Mehl, Ei und Butter und damit kocht sie uns wohl noch kein richtiges Menu…

Ich hoffe, ich habe euch ein bisschen inspiriert, eure Küchen etwas umzugestalten. Dafür muss man sie auch  nicht unbedingt noch einmal auseinander nehmen. Lasst eurer Phantasie freien Lauf und ab zum Baumarkt. Gerne würde ich eure Küchen unter dem #pimpmykinderküche oder #bastelnmitflyingdaddy sehen!

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Schlummersack Erfahrungsbericht

Gwendolyn ist was Schlafen angeht glaube ich etwas… wie soll ich sagen… anspruchsvoll! Obwohl wenn ich so nachdenke, dann fallen mir so einige „Macken“ ein von denen ihr über eure Kleinen schon berichtet habt.
Gwendolyn schläft von Anfang an (und damit meine ich wirklich von Tag 1) fast ausschließlich auf dem Bauch. „Ihr Baby sollte zum Schlafen immer auf dem Rücken liegen!“ Wenn es so aber nicht schlafen will, sondern einfach nur in Bauchlage schläft? Wir haben sie gelassen und gut auf sie aufgepasst und es ist nichts passiert.
„Keine Decke, sondern Schlafsack nutzen!“ Sie lässt aber beides nicht zu und jetzt?
Dieses „Problem“ hat uns jetzt tatsächlich sehr lange beschäftigt. Wir haben es natürlich mit Schlafsäcken probiert, dann mit Strampelanzügen, dann mit Pyjama und Socken, doch am liebsten schläft Gwenny einfach im Pyjama. Die Füße bleiben nackt und wenn es nach ihr ginge, dann würde sie sich auch nicht zudecken.
Und es geht ja irgendwie nach ihr, denn wenn wir schlafen, kann sie sich unbemerkt von der Decke befreien und so weiter schlafen.
Im Sommer ist dieses Verhalten ja nicht so schlimm, doch da wir aber selbst im Winter bei Minusgraden mit offenem Fenster schlafen, musste jetzt echt eine neue Lösung her.

Dank euch bin ich auf den Schlummersack gekommen! Wir brauchten etwas, bei dem Gwenny warm eingepackt und trotzdem noch mobil ist UND wo ihr Füße nackt bleiben!
Als ich dann den Schlummersack gesehen habe, musste ich ihn sofort bestellen. Wir haben uns für dieses Modell entschieden.



Da es Winter ist und nachts die Temperaturen schon zwischenzeitlich unter dem Gefrierpunkt lagen, habe ich den dicksten Sack bestellt. Schlummersack arbeitet mit einer ganz tollen Tabelle, an der ihr euch für die richtige Dicke entscheiden könnt:

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© schlummersack.de

Wir haben also einen Schlafsack mit 3,5 TOG. In der ersten Nacht trug Gwenny darunter einen Langarmbody und ihren Pyjama, obwohl unser Schlafzimmer gar nicht so kalt war. Sie schlief sehr gut und die Befürchtung, dass ihre Füße auskühlen würden, die mir gegenüber viele geäußert hatten, war unbegründet.
In Nacht Nummer 2 haben wir ihr dann die Pyjamahose schon nicht mehr angezogen und obwohl sie weniger trug als die Nacht davor ist sie gegen 2 Uhr aufgewacht, weil es ihr scheinbar zu warm war. Ihre Füße und ihr Körper haben fast geglüht, also haben wir ihr den Sack etwas weiter auf gemacht, damit sie in Ruhe weiterschlafen konnte.
Daraufhin haben wir Gwendolyn in der dritten Nacht, wie auf der Website empfohlen, nur einen Langarmbody angezogen und das war scheinbar perfekt. In dieser Nacht war es draußen auch wieder etwas kälter und so kühle auch unser Schlafzimmer etwas weiter ab und da ist mir dann aufgefallen, dass Gwenny, wenn es wirklich zu kalt wird, einfach ihre Füße nach innen zieht. Wie eine kleine Schildkröte hat sie einfach die Beine an- und sich in ihrem wärmenden „Panzer“ verzogen…

Vielen Dank für eure Empfehlung, wir sind wirklich glücklich darüber, endlich eine Schlaflösung gefunden zu haben. Und JA, ich kann diese Empfehlung guten Gewissens weitergeben! Wir kaufen jetzt noch einen Ganzjahresschlummersack und vielleicht folgt dann im Frühjahr auch ein sommerlicher Schlummersack ;-).

Kindersicherung

Am Papasein gibt es für mich eigentlich gar keine negativen Aspekte… Außer: Die Wohnung kindersicher machen!

Die ersten Monate kann erstmal alles so bleiben, wie es ist, denn die Kleinen lassen sich ja sowieso nur rumtragen und können dabei ja nichts kaputt machen. Weder Geschirr oder Pflanzen, noch sich selbst.

Doch sobald sie anfangen wie kleine Seehunde loszurobben wird es kritisch. Als Gwenny loslegte, waren eigentlich nur Pflanzen mit tiefhängenden Blättern ein Problem, da sie sich ja noch nicht aufrichten und etwas anderes außer diesen greifen konnte. Für diese Attacken auf unsere Zimmerpflanzen habe ich noch keine Abwehr gefunden, wenn ihr also einen Tipp habt, dann nur her damit! Außerdem hat Stephie alle Bilderrahmen, die „lose“ auf unserem Küchenbuffet stehen mit doppelseitigem Klebeband festgeklebt, damit sie nicht runter fallen, wenn Gwenny dranstößt.

Sobald Gwenny sich dann aufsetzen konnte, wurde alles „Gefährliche“, das bis zu einer Höhe von ca. 40 cm erreichbar war, in höhere Gefilde verlegt. Das waren dann zum Beispiel die Fernbedienungen für TV und DVD-Player. Daran hätte ich selbst nie gedacht, bis ich von so einer Horror-Batteriefachöffnung-und-Batterie-verschluckt-Story gehört habe…

Schließlich konnte sie sich irgendwann hinsetzen und ist kurz darauf richtig gekrabbelt! Also: Steckdosen abkleben! Unsere Wohnung ist ganz neu, was den Vorteil hat, dass wir in jedem Zimmer sehr sehr viele Steckdosen haben – der Architekt war wohl ein Technikfreak. Komisch finde ich aber, dass er dann keine heute üblichen kindersicheren Steckdosen genutzt hat – wahrscheinlich Technikfreak und kinderlos. Ich habe also gefühlt hundert solcher komischen Scheiben in die Dosen geklebt, aber plötzlich waren die Dinger nicht mehr interessant für meine Kleine…

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Sowas von unpraktisch im Alltag…

Das doppelseitige Klebeband hat mir auch nochmal geholfen, als Stephie unsere Deko abräumen wollte, weil Gwendolyn ständig an die Vasen ist. Wir können ja nicht unsere ganze Einrichtung abbauen, nur weil wir jetzt ein Baby haben. Ich habe dann dieses besonders feste, dickere Klebeband – das ist irgendsoein Montageband, dass mehrere Kilo Tragkraft besitzt –  gekauft und an die Unterseiten der Vasen gemacht. Jetzt kann die Kleine nur noch die Kunstblumen rausziehen, aber die Vasen halten bombenfest!

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Bombenfest

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unsere kleine Zerstörerin…

Ach ja… da war ja noch das andere Zimmerpflanzenproblem… Gwenny hat immer die Rinde aus dem Topf mit dem –  was ist das eigentlich für ein Baum? – genommen. Einmal haben wir die kleine Speckmadame mit dem Mund voll Rinde erwischt – ein echtes „Kau“-girl eben. Glücklicherweise habe ich dazu von einer Freundin einen super Tipp bekommen: Feinstrumpfhosen! Ich habe das eine Bein einer Strumpfhose halb abgeschnitten und von unten über den Topf gezogen. Sodass der Bund also unten am Boden des Topfes ist. Der Strumpf hat dann oben die Blumenerde/-rinde bedeckt und damit es richtig abschließt habe ich die Öffnung einfach ein paar mal um den Stamm gewickelt, bis es hielt. Man könnte das zur Sicherheit auch nochmal festbinden, aber bis jetzt hält es gut! Jetzt kommt Gwendolyn nicht mehr an die Rinde, der Baum kann aber noch gegossen werden und Luft kann auch noch zirkulieren! Super Idee oder?!

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DIY Kindersicherung 

Zu guter Letzt  – obwohl, nein ganz fertig sind wir noch nicht – habe ich den Geschirrschrank und die Tür unter der Spüle, wo unsere Putzmittel verstaut sind, mit so einer Kindersicherung versehen, die man nur mit einem Magnet öffnen kann. Das ist schon irgendwie nervig, aber auch echt cool 😉 .

Jetzt muss nur noch der Fernseher an der Wand befestigt werden und… Ja, ich hab da so eine Vitrine im Flur stehen, in denen sehr wertvolle Glasgegenstände sind… Wie schütze ich die vor meiner Prinzessin. Das Zeug funkelt so schön, dass es sie richtig anlockt und sobald sie sich an der Vitrine hochzieht, klimpert es und alles läuft Gefahr zu zerbrechen. Eigentlich wollte ich ein Laufgitter in den Gang machen, denn die Vitrine steht an dessen Ende und es würde nicht weiter stören, wenn davor ein kleines Türchen wäre. Doch leider ist unser Gang zu breit. Es gibt zwar einige Laufgitter, für die man Verlängerungen kaufen kann, aber selbst die breitesten reichen nicht aus… Bis ich hierfür eine Lösung gefunden habe, müssen wir halt besonders gut aufpassen. Denn nur weil jetzt ein Baby im Hause ist, möchte ich nicht alles umstellen und wegräumen! Oder wird mir am Ende nichts anders übrig bleiben?

Ein Tag mit drei Kindern…

Meine Eltern haben im Spessart ein Hotel, in dem ich aufgewachsen bin. Meine große Schwester ist dort voll integriert und leitet selbst ein Restaurant mit Biergarten. Wenn wir dort also zu Besuch sind, dann übernehmen wir gerne den Job als Babysitter meines Patenkindes Rosalie und ihres kleinen Bruders Leander (ca. 4 & 1,5 Jahre alt). So wie an den letzten beiden Tagen. Ich habe so viele niedliche Fotos gemacht, dass ich mich entschieden habe, euch einfach mal zu zeigen, was wir dort so alles unternehmen.

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Im Garderobenwagen spielen sie während wir noch frühstücken am liebsten…

Der Morgen beginnt für uns dann erst einmal zu dritt: Stephie, Gwenny und ich frühstücken wie „echte“ Hotelgäste am Buffet und warten darauf, dass meine Schwester Anna mit ihren zwei Langschläfern vorbeikommt. Nachdem alle mit Frühstück versorgt sind, haben Stephie und ich noch ein paar Minuten für uns, während Anna oder meine Eltern in der Ruhe vor dem Sturm mit Gwenny durchs Hotel geistern.

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Welche Farbe hat wohl das nächste Auto?

Sobald wir das kleine Mamakind Leander dann von seiner Mutter trennen können, beginnt für diese der Arbeitstag und für uns der anstrengende, aber auch unglaublich schöne Tag mit drei Kindern!

Jetzt im Sommer ist es ja auch wirklich leicht Kinder zu beschäftigen und noch leichter, wenn einem so ein großer Garten zu Verfügung steht…

Rosalie hat morgens gleich ein Picknick vorgeschlagen. Das war eine super Idee, denn so war es ziemlich einfach, mit den Kindern raus, aber nicht unbedingt durchgehend in die Sonne zu gehen. Also haben wir uns einen Teppich geschnappt und ab damit auf die Wiese unter der alten Platane. Rosalie wollte das so richtig groß aufziehen, mit „Sandwiches mit Mayo und Sandwiches mit Leberkäse und Bratwürstchen…“ Da aber die Anzahl der Hände beschränkt und die Mägen noch vom Frühstück voll waren, konnte ich sie überzeugen nur ein paar frische Muffins aus Omas Kuchentheke zu stibitzen und Getränke mitzunehmen.

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Picknick im Schatten der Platane…

Ach ja, und Futter für die Wildenten, die täglich in unserem Teich Rast machen, musste natürlich auch mit. Denn Leander sagt außer „Mama, Papa, Oma und Opa“ nur „WulleWulleWulle“ womit er die Enten anlocken will 😉 ! Rosalie beschäftigt sich immer gerne mit Gwenny, die ihre Cousine auch abgöttisch liebt und so haben ist es für uns auch nicht ganz so stressig. Als das Picknick beendet war, also jeder etwas von den Muffins UND dem Entenfutter probiert hatte (ich spreche hier nicht von irgendwelchen trockenen Brötchen, sondern wirklich von echtem Entenfutter…) wollte Rosie dann aufs Trampolin. Sie weiß aber, dass sie nicht zu wild sein darf, wenn Leander und Gwenny dabei sind, also war das eher eine Verschnaufpause, als sportliche Betätigung.

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Danach musste geklettert werden! Rosie „klettert“ immer an einem ganz jungen Walnussbaum herum, bis sie daran vorgestern einen Ast abgebrochen hat und dem Baum jetzt nicht mehr ganz so traut. Also muss es der große sein! An dem bin ich als kleiner Junge schon hoch geklettert, damals noch mit Hilfe einer Gartenbank, die direkt darunter stand und heute hebe ich erst Rosie hoch und klettere dann selbst nach. Typisch Mama war Stephie natürlich total ängstlich und wollte, dass wir sofort wieder runterkommen… „Erst, wenn du ein schönes Foto gemacht hast!“, habe ich sie erpresst und so noch ein paar Minuten mit Rosie auf dem Baum erschummelt 😉 .

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Mittagessen gibt es an solchen Tagen immer entweder aus der Hotelküche oder im Biergarten meiner Schwester. Gwendolyn isst ja sowieso fast alles, was wir auch essen und das machen Rosalie und Leander auch immer mit. Obwohl es dann natürlich auch mal einfach Schnitzel mit Pommer gibt…

Der Mittagsschlaf fällt dann meistens für alle drei flach, denn keiner will aufgeben und etwas verpassen!

Irgendwie verfalle ich dort bei meinen Eltern immer zurück in meine eigene Kindheit. Im Sommer hat das Haus einen so besonderen Geruch, der Sommerferien bedeutet. Wie oft saßen wir als Kinder mit Hausgästen im Garten, haben Pflaumenkuchen gegessen und sind auf die Bäume gestiegen.

Genau wie Rosie und Leander hatten wir einen ganzen Fuhrpark in der Garage und sind damit die Einfahrt heruntergedonnert… Dass sich da nie jemand verletzt hat…

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Bobbycarrennen, wie bei uns früher…

Ach und wo wir gerade bei Kindheitserinnerungen sind: Wir haben damals Stunden damit verbracht im Bach Staudämme zu bauen und Fische zu fangen. Als es uns gestern auf dem Weg zum Spielplatz zu heiß wurde, lag es also nahe, dass wir mit den Kleinen auch einfach ins Wasser steigen… Ja, erst haben wir die Hosen nur hochgekrempelt, aber damals wie heute, waren die dann doch irgendwann pitschnass und wurden ausgezogen!

Nachdem also alle abgekühlt und nass waren, sind wir zu Rosie und Leander nach Hause, wo dann auf dem Sofa oder Teppich gespielt und gekuschelt wird. Hier macht sich dann doch bei allen die Müdigkeit bemerkbar und sobald meine Schwester wieder zurück ist und sie den Alltag wieder einkehren lässt, fallen fast allen die Augen zu…

Ach und beinahe hätte ich dieses Foto hier vergessen. Mein kleiner Bruder taucht ab und zu nach der Arbeit auch nochmal auf und nimmt seine Nichte mal auf den Arm. Rosie konnte Michel damals nicht sagen und hat deshalb immer „Onkel Mimi“ gesagt und das ist er nicht mehr los geworden (vielleicht sollten wir ihm sein MINI T-Shirt klauen und eines mit MIMI drucken lassen…)!

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Gwendolyn findet ihn richtig cool, betrachtet immer seine Tattoos und staunt immer, wenn er mit seinem John Cooper Works Mini in den Hof gerast kommt! Er ist zwar noch ziemlich jung (21), aber so ein Baby würde ihm, finde ich, auch ganz gut stehen… Was meint Ihr?