Papa, Papi oder Dad – The Name Game

Papa, Papi, Paps, Vati, Dada, Dad, Baba – wie nennen eure Kinder ihren Vater?

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Blöde Frage? Leider nicht.

Denn seit knapp 4 Monaten sagt meine Große nur noch selten „Papa“ sondern nur noch „Georg“ zu mir.

Ich muss gestehen, dass mich das schon ein bisschen trifft. Irgendwie klingt „Georg“ so distanziert, während „Papa“ etwas unglaublich Intimes und Enges symbolisiert. Weiterlesen

Flying Daddy back to work – again – gesponserter Beitrag

Ich habe in meinem Beruf ja das Glück, dass ich auch ohne Elternzeit noch ziemlich viel Freizeit und Alltag mit meinen Damen zu Hause erleben darf. Schließlich muss ich, je nachdem wie viele Zeitzonen ich durchflogen habe, zwischen zwei und vier Tagen danach „ruhen“.

Trotzdem war das Ende meiner Elternzeit nach Charlys Geburt doch wieder etwas ganz Anderes. Ich hatte erst einmal nur einen Monat meiner Elternzeit in Anspruch genommen.

Den zweiten Monat spare ich mir für Dezember auf, wenn Gwenny die Adventszeit so richtig wahrnimmt und Charly ihr erstes Weihnachtsfest feiert.
Gerne hätte ich mehr frei genommen, doch Stephie braucht diese zwölf Monate nach den so kurz aufeinanderfolgenden Schwangerschaften wirklich mehr als ich und ich habe ja, wie schon erwähnt, sowieso ziemlich häufig frei.

Seit Gwenny bei uns ist, habe ich gemerkt, dass ein freier Tag auch schön sein kann, wenn man nichts unternimmt. Früher versuchten Stephie und ich immer aus jedem Tag, an dem ich zu Hause war, ein Highlight zu machen: Shoppen, Museum, Kino, Freunde…
In der Elternzeit lernte ich erst, dass das nicht nötig ist, dass Alltag wunderschön ist. Wir wachen morgens auf, setzen uns im Schlafanzug an den Frühstückstisch – was für mich früher unvorstellbar war: Erst duschen, umziehen, stylen, dann gab es Frühstück – und legen uns danach meistens nochmal ins Bett um zu kuscheln. Familienleben ist aufregend genug, da braucht es keine Ausflüge. Jeder neue Ausdruck, ob Mimik, Gestik oder gesprochenes „Wort“, ist etwas ganz Besonderes.
Und in der Elternzeit verpasst man so etwas eben nicht, weil man immer da ist.

Der erste Abschied von den dreien war schrecklich. Mit Elternzeit und Urlaub war ich gut 7 Wochen zu Hause, bin neben meinen Hübschen eingeschlafen, habe ihren Geräuschen gelauscht, ihre Tritte, aber auch ihre Umarmungen abbekommen und bin morgens wieder neben ihnen aufgewacht.

Wohlwissend, dass das jetzt erst einmal wieder vorbei ist, standen wir also alle weinend im Flur.
Ok, Charly hat das Ganze noch nicht so wirklich verstanden und wahrscheinlich nicht unbedingt aus dem selben Grund gejammert, wie wir Übrigen!

Der „Fluch“ an meinem Job als Flugbegleiter ist vor allem, dass ich abends eben nicht wieder nach Hause komme, wie andere in einem 9-to-5-Job. Für mich geht es für mehrere Nächte auf Reisen. Kein regelmäßiges gemeinsames Abendessen, kein Ins-Bett-bringen. Mein erster Einsatz war dann auch gleich eine Fünf-Tages-Tour. Ich musste also ganze vier Nächte ohne meine Mädels verbringen. Eine echte Horrorvorstellung!
Doch es war irgendwie alles halb so wild.

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Sonnenaufgang an Tag 1 am Flughafen

Wenn ich jetzt weg bin, facetimen wir viel öfter als früher. Gwenny freut sich immer total und zeigt mir dann genau, wo sie und wer alles dabei ist. Ich bilde mir auch ein, dass Charly reagiert, wenn sie auf den Bildschirm schaut und mich lächeln sieht.

Trotzdem ist jedes Aufbrechen von zu Hause wieder ein kleines Drama.

Die sieben Wochen „Doppelbelastung“ – ja, es sind jetzt schließlich zwei unter zwei Jahren, um die wir uns kümmern – haben Stephie und mich noch enger zusammengeschweißt. Alles fühlt sich so komplett und perfekt an. Ich bin rundum glücklich.

Ich empfehle jedem Papa auf jeden Fall Elternzeit zu nehmen und in dieser Zeit nicht nur zu verreisen, wie das viele tun. Denn der Alltag zu Hause, gemeinsam durch schlaflose Nächte zu gehen, aber auch die schönsten Momente zu erleben, dass lässt eine ganz neue, andere Einheit entstehen. Familie!


Auch René hat sich dazu entschieden, die erste Zeit mit seinem Sohn in vollen Zügen zu genießen. Wie er seine Elternzeit mit Max durchlebt, könnt ihr hier auf Instagram oder auf seinem Milupa-Blog meinbrei.de sehen. Außerdem gibt es dort viele Infos und Rezepte zum Thema Beikost. Schaut doch mal vorbei!

Flying Daddy fliegt wieder – arme Gwenny?

Gwendolyn kennt es nicht anders zwei Arten von „Alltag“ zu haben. Der eine zusammen mit Mama: entspannt, geregelt und normal; der andere mit Mama UND Papa: aufregend, abwechslungsreich und einfach ungeregelt.
Wenn ich zu Hause war, lief die Uhr anders, denn Stephie und ich handhabten das immer so. Wir nutzten meine freien Tage voll aus, unternahmen viel und das behielten wir auch mit Gwenny bei.

Ich weiß, ich bin durch meinen Job als Flugbegleiter weit mehr am Alltag zu Hause beteiligt, als andere Männer, die beispielsweise Nine-to-Five im Büro sind.
Trotzdem waren meine 3 Monate Elternzeit nochmal etwas ganz anderes!

Plötzlich hatten wir richtig Zeit! Nicht nur zwei Tage, bevor ich wieder weg muss, sondern so richtig Zeit… eine schöne Zeit. Am liebsten würde ich bei Baby No. 2 aus den 3 Monaten, 6 oder 9 machen, weil ich es mit meinen zwei Damen zu Hause wirklich genossen habe. Aber dann wäre ich erstens mit den Kindern alleine, also keine Familienzeit und Stephie hätte zweitens weniger Elternzeit und das will ich ihr nicht antun. Sie hat das Jahr nur als Mama zu Hause so genossen.

Aber die drei Monate Papazeit haben uns allen gut getan. Kein Gehetze und vor allem kein Freizeitdruck.

Wir waren einfach eine kleine Familie, die jeden Abend zusammen ins Bett ging und am nächsten Morgen zusammen aufstand… Ok, ein bisschen haben mir die ruhigen Hotelnächte gefehlt, aber auf die könnte ich für meine zwei Süßen gut verzichten. Als es jetzt wieder mit dem Fliegen losging, war meine Abwesenheit irgendwie anders als vorher! Klar hab ich Stephie und Gwendolyn immer vermisst, aber die 24 Stunden Aufenthalt in New York zum Beispiel fühlten sich nicht so lang an, wie sonst. Stephie hat das auch so empfunden!

Was Gwenny fühlt, wüsste ich nur gerne…
Sie hat ja schon als Baby meine Aufbruchsstimmung gespürt und an diesen Tagen besonders viele Kuscheleinheiten von mir eingefordert. Jetzt merkt sie das natürlich auch. Sie schnappt sich zum Beispiel immer meinen Handgepäckkoffer, wenn ich ihn gepackt und bereitgestellt habe. Erst dachte ich, sie schiebt ihn halt einfach gerne rum, aber jetzt ist mir aufgefallen, dass sie ihn von mir wegzieht/schiebt. Egal wo ich mich aufhalte, der Koffer darf dort nicht stehen… Will sie meine Abreise wirklich schon sabotieren?

Jedenfalls fehle ich ihr wohl sehr, wenn ich nicht da bin. Denn als ich sie auf dem Weg nach New York morgens verabschiedete, hat sie das im Halbschlaf scheinbar nicht richtig mitbekommen. Stephie berichtete mir später, dass Gwenny nach mir suchte. Sie lief durch die ganze Wohnung, rief nach ihrem Papa und blieb dann vor dem verschlossenen Arbeitszimmer stehen, weil sie dachte, ich sei dort drin… Wenn ich daran denke, wie enttäuscht sie gewesen sein muss, als das Arbeitszimmer auch leer war, kommen mir echt die Tränen!

Das Schlimme ist, dass sie versteht, wenn der Papa die Uniform anzieht, dann geht er. Sie versteht aber natürlich nicht warum und auch nicht, dass und wann ich wieder komme! Bei meinen ersten Touren mussten Stephie und Gwenny noch nicht mehr als zwei Nächte auf mich warten, doch letzte Woche ging es für mich 5 Tage quer durch Europa… Ich dachte, das würde bestimmt ganz schlimm werden, aber das Gute war, dass keine Zeitverschiebung bestand und ich so die Möglichkeit hatte, fast jeden Tag mit meinen Liebsten zu facetimen! Ich habe es zweimal geschafft, direkt vor Gwennys Schlafengehen anzurufen, um ihr „Gute Nacht“ zu sagen! Das war so süß, obwohl ich meistens nicht mehr als ihre Stirn sah… Warum? Weil sie mich durchgehend küssen wollte!

Früher fand ich diese Europa-Touren schlimmer als die Langstreckenflüge, weil man so nah beieinander ist und trotzdem getrennt… Aber jetzt, wo Gwendolyn meine Anrufe bewusst wahrnimmt, ist das etwas ganz anderes!

Aber für die Langstrecke und das Zeitverschiebungsproblem hab ich auch schon eine Lösung: ein Geschichtenerzähler, über den Stephie Gwenny eine Geschichte vorspielen kann, die ich vorher eingesprochen habe. So bin ich in Zukunft auch immer beim Einschlafen dabei, auch wenn der Dienstplan oder der Jetlag es nicht ganz zulassen. Aber darüber berichte ich euch noch genauer, wenn er wirklich regelmäßig im Einsatz ist ;-).

Das Schönste am Abreisen ist das Wiedersehen! Wenn ich in die Wohnung komme und meine zwei Liebsten  zu strahlen anfangen… Stephie meint, Gwenny ist schon immer ganz aufgeregt, wenn sie den Schlüssel im Türschloss hört. Sobald ich dann da bin und sie in den Arm nehme, weiß sie vor Freude meist gar nicht, wie sie sich verhalten soll. Sie schaut grinsend an mir vorbei oder beißt in meine Schulter oder Backe –  klassische Übersprungshandlung ;-).

Jetzt im März steht für mich erstmal wieder nur Kurzstrecke im Plan. Warum das so ist, könnt ihr euch wahrscheinlich schon denken. #derETnaht . Ab heute geht es wieder quer durch Deutschland. Das hat man mir zum Glück extra so eingeplant. So kann ich jederzeit zurück nach Hause, sollten die Wehen einsetzen. Auf dem Smartphone habe ich schon die Reservierungsseiten der großen Autovermietungen und der Bahn abgespeichert, damit ich auch nachts, wenn keine Flieger unterwegs sind, sofort los kann.
Ich hoffe natürlich, dass ich mit meinen Damen ganz entspannt daheim sitze, wenn es soweit ist und wir „ganz gemütlich“ und – naja, mehr oder weniger – stressfrei Richtung Klinik fahren können…

Na, wir werden sehen!